+
Versiert in Gesundheitsfragen: Jens Spahn (CDU, l.) und Karl Lauterbach (SPD).

Merkels neues Kabinett

SPD-Gesundheitsexperte zu Spahn: „Er ist keine schlechte Wahl“

Der SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach kennt den designierten Gesundheitsminister Jens Spahn seit Jahren. Was er von der Zusammenarbeit mit ihm erwartet, sagte er in einem Interview.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Berufung von Jens Spahn (CDU) zum voraussichtlichen neuen Gesundheitsminister als "keine schlechte Wahl" bezeichnet. Als Gesundheitsminister sei Spahn "sehr qualifiziert", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionschef Lauterbach der Zeitung "Welt" (Montagsausgabe). Er kenne Spahn seit vielen Jahren, schätze seine Sachkenntnis und habe ihm am Sonntag per SMS zu seiner Berufung gratuliert.

"Wir werden gut zusammenarbeiten, obwohl wir in wichtigen Punkten nicht immer einer Meinung sind", sagte Lauterbach weiter. Er werde "persönlich darauf achten", dass der Koalitionsvertrag eins zu eins sauber umgesetzt werde. Er selbst werde das Projekt einer Bürgerversicherung, mit dem die SPD sich in den Koalitionsverhandlungen nicht hatte durchsetzen können, weiterverfolgen, kündigte Lauterbach an.

Lesen Sie auch: Das sagt Angela Merkel über ihr Team

Das ist Merkels neue Truppe

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Sonntag ihre Mannschaft für eine erneute große Koalition zusammengestellt: Der 37-jährige Finanzstaatssekretär Spahn soll Gesundheitsminister werden, der bisherige Kanzleramtschef Peter Altmaier übernimmt das Wirtschaftsministerium. Ursula von der Leyen bleibt Verteidigungsministerin, Parteivize Julia Klöckner ist als Landwirtschaftsministerin vorgesehen, die nordrhein-westfälische Bundestagsabgeordnete Anja Karliczek soll Bildungsministerin werden. Der bisherige Staatsminister im Kanzleramt, Helge Braun, wird neuer Kanzleramtschef.

Voraussetzung für ein Zustandekommen einer erneuten großen Koalition ist jedoch, dass die SPD-Mitglieder zustimmen. Das Ergebnis der SPD-Befragung soll am 4. März vorliegen.

Auch interessant: Merkel macht Kritiker Jens Spahn zum Bundesminister

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bericht: Bei No-Deal-Brexit droht Lebensmittelknappheit
In Großbritannien wächst die Angst vor einem No-Deal-Brexit mit schweren Schäden für die Wirtschaft und andere Bereiche. Die Folgen zeigt ein Dokument auf. Doch Premier …
Bericht: Bei No-Deal-Brexit droht Lebensmittelknappheit
Deutsche Bahn will E-Bike nicht mitnehmen - User sind entsetzt 
Ein Fahrgast wollte in einem Zug ein E-Bike mitnehmen, doch die Deutsche Bahn hat es verboten. Internetuser üben Kritik am Unternehmen.
Deutsche Bahn will E-Bike nicht mitnehmen - User sind entsetzt 
Zentralrat: Teile der AfD entwickeln sich ins Völkische
Berlin (dpa) - Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, macht in der AfD eine gefährliche Radikalisierung aus und warnt mit Blick auf die anstehenden …
Zentralrat: Teile der AfD entwickeln sich ins Völkische
Spanien bietet "Open Arms" sicheren Hafen an
Der Kapitän des Rettungsschiffs "Open Arms" hatte vor einer tickenden Zeitbombe gewarnt. Doch Italiens Innenminister Salvini blieb hart. Nun reagiert die Regierung in …
Spanien bietet "Open Arms" sicheren Hafen an

Kommentare