Spektakuläre Wende bei vermeintlichem Familiendrama in Starnberg: Sohn wohl doch nicht der Täter

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Georg Anastasiadis, Chefredakteur des Münchner Merkur

Union klammert sich an die GroKo

Kommentar: Die SPD geht nicht alleine unter

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Je mehr sich die Union an die SPD klammert, desto stärker gerät sie in den Strudel der untergehenden Partei. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.

  • Wofür stehen CDU und CSU noch, außer für Merkels Machterhalt? 
  • Um nach dem SPD-Parteitag die GroKo zu retten, muss die Union noch einige Kröten schlucken. 
  • Besser wäre es, sie würde selbstbewusst Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung ansteuern. 

Ob – oder besser: wann – die hysterische alte Tante SPD ihren GroKo-Partner nun sitzenlässt, ist auch nach dem Genossen-Parteitag nicht abschließend beantwortet. Klar ist nur: Darauf, dass die Union ihnen den Scheidungsvorwand liefert, sollten die abermals enttäuschten GroKo-Gegner um die neuen SPD-Chefs besser nicht spekulieren. Denn CDU und CSU sind weiter entschlossen, alles dem Machterhalt ihrer „Ich-bin-dabei“-Kanzlerin unterzuordnen.

GroKo-Klimapaket: Union wird der SPD entgegenkommen

Das dürfte schon am Montag losgehen. Bei den dann beginnenden Verhandlungen mit den grün mitregierten Ländern über das GroKo-Klimapaket wird sich die Unionsführung sehr kompromissbereit zeigen – und den Grünen wie auch Kühnert & Co. mit deutlich höheren CO2-Preisen entgegenkommen. Erwartbare Kritik, etwa aus dem CDU-Wirtschaftsflügel, lässt sich mit dem Hinweis kontern, dass das Umweltbundesamt ja sogar um 70 Cent höhere Spritpreise zur Rettung des Klimas empfehle.

GroKo mit der SPD: Union zahlt für ihre Strategie einen hohen Preis

Für ihre Strategie, sich lieber an die sinkende SPD zu klammern als aktiv Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung anzusteuern, zahlen CDU und CSU aber einen hohen Preis: Hinter dem Ziel, die Kanzlerin und ihre zerrüttete GroKo zu retten, koste es was es wolle, verschwinden die letzten Konturen der Union. 

Weiß denn überhaupt noch ein Wähler, was CDU und CSU wollen? Während die SPD Thema um Thema abhakt, wagt es die Union nicht mal mehr, das Wort Steuersenkung auszusprechen. Vorsicht vor dem Irrglauben, dass der Wähler so viel Selbstverleugnung auch noch belohnt. Tiefer als bei den zuletzt gemessenen 25 Umfragepunkten lag die Union noch nie. Die SPD geht nicht alleine unter.

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