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SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück erhält Unterstützung vom parlamentarischen Geschäftsführer Thomas Oppermann.

Oppermann nimmt Kanzlerkandidat in Schutz

SPD: "Groteske und aufgebauschte Kritik an Steinbrück" 

Berlin - Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, nimmt SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gegen andauernde Kritik in Schutz.

 „Wenn er manchmal eine sehr klare Sprache spricht, dann sage ich, ich möchte einen Kanzlerkandidaten, der auch Emotionen zeigen kann“, sagte Oppermann am Mittwoch im ZDF-„Morgenmagazin“ vor einer am Mittag in Hannover beginnenden Klausursitzung der SPD-Fraktionsspitze, an der auch Steinbrück teilnehmen will.

Steinbrück steht unter anderem wegen hoher Nebeneinkünfte, wegen Äußerungen zum Kanzlergehalt und wegen seiner Aufsichtsratstätigkeit beim Thyssen-Krupp-Konzern seit Wochen unter öffentlichem Beschuss. Oppermann bemängelte, dies seien „zum Teil aufgebauschte und völlig groteske Kritiken an Peer Steinbrück“. Als Beispiel nannte er Medienberichte, wonach Steinbrück im Thyssen-Krupp-Aufsichtsrat seine politische Hilfe für niedrigere Strompreise angeboten hat. Dies sei „exakt die Linie der SPD“, sagte Oppermann.

„Wir wollen, dass energieintensive Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, nicht zu hoch belastet werden mit Stromkosten, damit sie in Deutschland bleiben und die Arbeitsplätze hier bleiben“. Dies habe Steinbrück im Aufsichtsrat, beim Neujahrsempfang und im Bundestag gesagt. „Das spricht doch nicht gegen Peer Steinbrück, das spricht doch für ihn“, betonte Oppermann.

Eine Vermischung von politischem Mandat und Aufsichtsratstätigkeit wollte Oppermann nicht erkennen. „Politisch darf sich ein Bundestagsabgeordneter nur für Dinge einsetzen, die auch im Interesse des Gemeinwohls sind.“ Niedrige Strompreise für energieintensive Unternehmen in Deutschland seien „ein Gebot des Gemeinwohls“.

dapd

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