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Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko im Kanzleramt. Foto: Michael Kappeler

Vor Stichwahl in der Ukraine

SPD kritisiert Merkel wegen Treffens nur mit Poroschenko

Die Bundeskanzlerin sagt der Ukraine eine Woche vor der Stichwahl um das Präsidentenamt weitere Hilfe zu. Amtsinhaber Poroschenko wirbt auf der Berliner Bühne kräftig und wortreich für seine Politik. Die SPD spricht von einem "politischen Fehler" und kritisiert die Kanzlerin.

Berlin (dpa) - Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Nils Schmid, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihres Treffens mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko kritisiert.

"Es ist ein politischer Fehler und befremdlich, dass Frau Merkel Poroschenko anderthalb Wochen vor der Wahl (in der Ukraine) getroffen hat", sagte Schmid dem "Spiegel". "So ist der Eindruck einseitiger Parteinahme entstanden." Merkel hätte besser - wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron - das Gespräch auch mit dem Herausforderer Wolodymyr Selenskyj suchen sollen.

Im Osten der Ukraine bekämpfen sich seit fünf Jahren Regierungstruppen und von Russland unterstützte Separatisten. Merkel hatte Poroschenko am Freitag empfangen und dies damit begründet, mit ihm dringende Themen besprechen zu müssen. Dass sie damit Wahlkampfhilfe für ihn betreibe, ließ sie nicht gelten.

Die Stichwahl zwischen Poroschenko und Selenskyj findet am 21. April (Ostersonntag) statt.

Lesen Sie auch: Wahl in der Ukraine: Petro Poroschenko hat bei der Stichwahl eine herbe Klatsche kassiert. Der Komiker Wolodimir Selenski landete einen Erdrutschsieg.

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