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Neue SPD-Fraktion kommt erstmals zusammen: Lauterbach sticht bei Foto heraus

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Von: Felix Durach

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Die SPD-Fraktion im Bundestag präsentiert sich nach ihrer konstituierenden Sitzung den Fotografen.
208 Abgeordnete und nur eine Maske. Die SPD-Fraktion im Bundestag präsentiert sich den Fotografen. Karl Lauterbach (linker Bildrand) trägt als einziger einen MNS. © Michael Kappeler/dpa

Die neue SPD-Fraktion im Bundestag ist am Mittwoch erstmals zusammengekommen. Dabei sorgte auch ein Detail auf dem Gruppenbild für Aufsehen.

Berlin - 206 Abgeordnete sitzen in der neuen Legislaturperiode für die SPD im Deutschen Bundestag. Damit stellt die SPD erstmals seit der Bundestagswahl 2002 wieder die größte Fraktion im Parlament. Während die Wahl zum Fraktionsvorsitzenden beider Union am gestrigen Dienstag zu einer kleinen Zerreißprobe innerhalb der Union anwuchs, lief der Vorgang bei den Sozialdemokraten deutlich ruhiger ab.

SPD-Fraktion trifft sich zur erster Sitzung - Mützenich im Amt bestätigt

Mit 97 Prozent der Stimmen bestätigten die Abgeordneten den Fraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich im Amt. Der 62-Jährige steht der SPD im Bundestag bereits seit Juni 2019 vor, als er auf die scheidende Andrea Nahles gefolgt war. Für Aufsehen sorgte am Mittwoch neben Mützenichs Wahl jedoch auch das anschließende Gruppenfoto, das die Fraktion in voller Stärke zeigt.

Angeführt von Kanzlerkandidat Olaf Scholz, der auch das Direktmandat in seinem Wahlkreis geholt hatte, der SPD-Co-Vorsitzenden Saskia Esken und dem frisch bestätigten Fraktionsvorsitzenden schauen die neuen und alten Abgeordneten freudig in die Kamera. Bei genauerer Betrachtung des Gruppenbilds fällt jedoch auf, dass sich ein Abgeordneter von den anderen unterscheidet.

SPD-Fraktionssitzung: 206 Abgeordnete und nur eine Maske - Lauterbach sticht heraus

Karl Lauterbach, der sich seit dem Beginn der Corona-Politik deutschlandweit einen Namen gemacht hat, trägt als einziger der 206 Abgeordneten auch auf dem Gruppenbild einen Mund-Nasen-Schutz. Der Gesundheitsökonom konnte bei der Wahl den Wahlkreis Köln-Mülheim mit starken 45,6 Prozent der Stimmen für sich entscheiden und gehört so als Direktkandidat dem Bundestag an. Dabei setzte er sich gegen die CDU-Kandidatin Serap Güler durch, die auch Mitglied des CDU-Bundesvorstands ist.

Auf Twitter erntete Lauterbach gleichermaßen Lob wie Spott für das Tragen der Maske. „Die Pandemie ist bei der SPD Bundestagsfraktion vorbei, nur nicht bei Karl Lauterbach“, scherzt ein Nutzer. Die SPD erklärte jedoch später das alle Abgeordneten auf dem Foto geimpft oder genesen sind.

SPD als Wahlsieger: Karl Lauterbach mit Chancen aufs Gesundheitsministerium?

Die SPD erhebt nach ihrem Wahlsieg am Sonntag Anspruch auf die Bildung einer Regierung. Dafür bräuchten die Sozialdemokraten jedoch die Unterstützung von FDP und Grünen. Ein Fahrplan für erste Vorsondierungen steht nun fest. Karl Lauterbach wird in einer SPD-geführten Bundesregierung bereits als Nachfolger von Jens Spahn als Gesundheitsminister gehandelt. (fd)

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