+
Lässt die SPD-Umfragewerte steigen: der designierte Kanzlerkandidat Martin Schulz. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

Schulz bringt Aufwind

SPD legt in Wählergunst deutlich zu

Berlin (dpa) - Der designierte Kanzlerkandidat Martin Schulz lässt die SPD-Umfragewerte steigen. Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnten die Sozialdemokraten nach dem ZDF-"Politbarometer" mit einem Plus von drei Punkten auf 24 Prozent zulegen.

Sie blieben aber weiterhin klar hinter der CDU/CSU, die unverändert auf 36 Prozent käme. Die AfD verschlechterte sich demnach um zwei Punkte auf 11 Prozent. Ebenso würden die Grünen zwei Punkte abgeben und auf 8 Prozent rutschen. Die Linke könnte sich um einen Punkt auf 10 Prozent verbessern, die FDP bliebe unverändert bei 6 Prozent.

Trotz des Zuspruchs für Schulz würde es demnach für eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen nicht reichen. Von den politisch denkbaren Dreierbündnissen würde es reichen für eine Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP. Eine Mehrheit gäbe es auch für eine große Koalition von CDU/CSU und SPD.

Für das heute veröffentlichte "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche telefonisch 1303 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

Bei der Frage, wen die Deutschen nach der Bundestagswahl lieber als Kanzler oder Kanzlerin hätten, wünschten sich 44 Prozent Angela Merkel und 40 Prozent Martin Schulz. Die übrigen antworteten mit "Weiß nicht".

In der Top-Ten-Liste der wichtigsten Politiker kommt Schulz auf Anhieb auf Platz zwei. Die beste Bewertung erhält weiterhin Bundespräsidentenkandidat Frank-Walter Steinmeier (SPD). Auf Platz drei folgt Baden-Württembergs Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann, auf vier Kanzlerin Merkel und auf fünf Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU).

ZDF-"Politbarometer" (Pressetext)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

US-Rechtspopulist Steve Bannon will mit neuer "Bewegung" ins EU-Parlament
Steve Bannon, umstrittener Ex-Berater von Präsident Donald Trump und Galionsfigur der radikalen Rechten in den USA, konzentriert sich einem Medienbericht zufolge jetzt …
US-Rechtspopulist Steve Bannon will mit neuer "Bewegung" ins EU-Parlament
Korruptionsaffäre um Juan Carlos spitzt sich zu
Nach seiner Abdankung im Jahr 2014 war der spanische Altkönig Juan Carlos weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden. Nun wird der 80-Jährige von seiner Vergangenheit …
Korruptionsaffäre um Juan Carlos spitzt sich zu
CSU fordert Durchgreifen bei abgelehnten Asylbewerbern
Die CSU geht aus dem jüngsten Streit um die Asylpolitik leicht gerupft hervor. Deshalb demonstriert sie jetzt Geschlossenheit. Doch die Meinungsverschiedenheiten …
CSU fordert Durchgreifen bei abgelehnten Asylbewerbern
Donald Trump wird Opfer eines fiesen Internet-Streichs: Wer diesen Begriff googelt, findet ihn
Donald Trump wurde Opfer einer Google-Bombe. Wer den einen bestimmten Begriff eintippt, bekommt als Ergebnis hauptsächlich Bilder des Präsidenten.
Donald Trump wird Opfer eines fiesen Internet-Streichs: Wer diesen Begriff googelt, findet ihn

Kommentare