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Unmut an SPD-Basis über Führung wächst

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Landkreis - An der Basis im Landkreis Starnberg wächst der Unmut über die Führung der Bayern-SPD. Bei vielen hat ein Schreiben von Parteichef Pronold das Fass zum Überlaufen gebracht.

Für den Starnberger Stadtrat Holger Knigge liest sich das Schreiben so, als würde sich die Bayern-SPD mit der Oppositionsrolle zufrieden geben. SPD-Kreisvorsitzender Tim Weidner reagiert gemäßigter. Weidner stören vor allem Verpflichtungen, die der Landeschef auch in Berlin hat. „Er müsste sich neu ausrichten und zu 100 Prozent für Bayern zur Verfügung stehen.“

Auch Starnbergs stellvertretende Ortsvorsitzende Christiane Falk ist wenig erbaut von der derzeitigen Wahrnehmung der Landes-SPD in der Öffentlichkeit: Die Partei müsse sich mehr „ihren“ Themen wie Mindestlohn oder Bürgerversicherung widmen, fordert Falk. Die Gilchinger SPD-Vorsitzende Renate Hodowanski fordert vom Landesverband, „sich mehr damit zu beschäftigen, Themen zu besetzen, als Strukturen zu verändern“. Am Ort wolle man die Leute an die SPD binden, auf Landesebene passiere das zu wenig, kritisiert Hodowanski.

Die im November neu gewählte Gautinger SPD-Chefin Julia Ney nimmt die junge SPD-Führung in Schutz: „Sie sind auf einem Weg, der sicher noch ausbaufähig ist, aber sie versuchen, es besser zu machen, davor ist wenig passiert.“ So rät auch der langjährige SPD-Kreisvorsitzende Gernot Abendt der Landesführung: „Durchhalten und Weitermachen.“ Die Partei müsse insgesamt eine Verjüngung anstreben.

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