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Rainer Arnold, verteidigungspolitischer Sprecher der SPD, fordert den Abzug der "Tornado"-Jets aus der Türkei.

Mögliche Verlegung in andere Länder

SPD-Politiker fordert Abzug der Bundeswehr aus der Türkei

Berlin - Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Arnold fordert wegen des Besuchsverbots für deutsche Abgeordnete den Abzug der „Tornado“-Jets von der Luftwaffen-Basis im türkischen Incirlik.

„Die Bundesregierung muss jetzt umgehend andere Standorte für die deutschen Soldaten abklären“, sagte Rainer Arnold dem „Spiegel“ laut einem Vorab-Bericht des Magazins.

Eine Verlängerung des Bundestagsmandats für den Einsatz der Bundeswehr in der Türkei im Rahmen der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz IS hält Arnold wegen des Besuchsverbots für „ausgeschlossen“. Das Mandat für die Mission der deutschen Aufklärungs-Jets und der Tankflugzeuge läuft dem Bericht zufolge im Dezember aus. Die Türkei lehnt Besuche deutscher Abgeordneter seit der vom Bundestag im Juni beschlossenen Armenier-Resolution ab.

Nach „Spiegel“-Informationen bereitet sich die Bundeswehr bereits für einen möglichen Abzug vor. Derzeit werde geprüft, ob die „Tornados“ und die Tankflugzeuge von der Türkei nach Jordanien oder nach Zypern verlegt werden können. Dazu aber müssten die Aufklärungsmissionen wegen des Umzugs für mindestens zwei Monate unterbrochen werden, hießt es dem Magazin zufolge in Bundeswehr-Kreisen.

Das Verteidigungsministerium wollte zu den internen Planungen keine Details nennen. „Wir würden den Einsatz für die Koalition gern von der Türkei aus fortsetzen, der Standort Incirlik ist für unsere Mission aber nicht alternativlos“, sagte der Sprecher von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) dem „Spiegel“.

dpa

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