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Wollen ihren Parteigenossen mit dem GroKoMat bei der Entscheidung helfen: Bernhard Goodwin (l.) und Marian Misch haben einen Online-Check mit 22 Thesen zum Koalitionsvertrag erstellt.

Online über 22 Punkte abstimmen

Vor SPD-Mitgliederentscheid: Jetzt gibt‘s den GroKoMat

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Ende Februar dürfen die SPD-Mitglieder darüber abstimmen, ob die Sozialdemokraten erneut eine Große Koalition eingehen sollen. Nun gibt es den passenden GroKoMat dazu.

München - Wie würden Sie entscheiden? Dieser Frage haben sich Bernhard Goodwin (39) und Marian Misch (29) gewidmet. Die beiden Sozialdemokraten haben den GroKoMat entwickelt. Dieses Internet-Programm soll SPD-Mitgliedern helfen, die sich unsicher sind, ob sie die Große Koalition wollen. Ende Februar müssen die Mitglieder ja über den Koalitionsvertrag abstimmen. „Es ist eine vielschichtige Entscheidung“, sagt Goodwin. Ein deutliches Meinungsbild zeichnet sich bisher noch nicht ab. Ein Fall für den GroKoMat (www.grokomat.de)!

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Der funktioniert ähnlich wie die Wahl-O-Maten verschiedener Online-Plattformen. Dabei kann der Nutzer anhand einzelner Fragen und Aussagen herausfinden, welche Partei seine Interessen oder seine Meinung am ehesten vertritt. Beim GroKoMat soll nach 22 Punkten klarer sein, ob der Anwender einer Großen Koalition zustimmen könnte.

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Eine These betrifft Kompromiss zur Grundrente

Unter anderem geht’s um die These: „Der Kompromiss zur Grundrente ist Augenwischerei und bekämpft Altersarmut nicht genug.“ Der Nutzer entscheidet, ob er zustimmt, ablehnt oder ob sich beides die Waage hält. Nach dieser und 21 anderen Fragen gibt’s eine Übersicht, in wie vielen Punkten der Koalitionsvertrag mit den Ideen des Nutzers übereinstimmt.

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Goodwin kam an dem Abend auf die Idee, als der Koalitionsvertrag veröffentlicht wurde. „Mich hat genervt, dass man von beiden Seiten nur Informationen bekommen hat, was alles toll oder schlecht daran ist“, sagt Goodwin. „Mir hat ein Überblick gefehlt, was wir erreicht haben und was nicht.“

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Nach 24 Stunden hatten 24.000 Nutzer auf das Online-Werkzeug zugegriffen. Bislang seien die Reaktionen vielfältig. „Wir kriegen Kritik von beiden Seiten“, sagt Misch. Lob und Anregungen sind aber auch darunter, etwa wie einzelne Fragen anders formuliert werden könnten. Was der GroKoMat nicht ist: ein Gradmesser. Wie viele der Teilnehmer für oder gegen die GroKo stimmen werden, lässt sich mit der Internet-Seite nicht herausfinden.

S. Karowski

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