Kritisiert Saskia Eskens Vorstoß zu Lastend er deutschen Polizei: Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis kommentiert der Rassismus-Vorwurf der SPD-Chefin.
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Kritisiert Saskia Eskens Vorstoß zu Lastend er deutschen Polizei: Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis kommentiert der Rassismus-Vorwurf der SPD-Chefin.

Esken sieht deutsches Polizei-Problem

Kommentar: Die SPD-Chefin und der deutsche Polizei-Rassismus

  • Georg Anastasiadis
    vonGeorg Anastasiadis
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Die neue SPD-Vorsitzende Saskia Esken attestiert auch der deutschen Polizei ein Rassismus-Problem. Das gehöre aufgearbeitet, verlangt die Parteichefin. Ein Kommentar von Merkur-Chefredakteur Georg Anastasiadis.   

München - Immerhin: Zwei volle Wochen hat es gedauert, bis die SPD denselben Rassismus, der in den USA zum Tod von George Floyd geführt hat, nun auch in den Reihen der deutschen Polizei ausfindig gemacht hat. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, „dass der polizeiliche Korpsgeist“ bei den deutschen Sicherheitskräften eine „größere Rolle spiele als die Rechte von Bürgerinnen und Bürgern“, empört sich die SPD-Vorsitzende Saskia Esken schon mal prophylaktisch. Und fordert eine „unabhängige Aufarbeitung von Gewalt und Rassismus“ bei der deutschen Polizei.

Nun ist durchaus anzunehmen, dass das Virus des Rassismus auch hierzulande einzelne Beamte infiziert hat, so wie das in anderen Teilen der Gesellschaft auch der Fall ist. Und es ist gut, wenn Kollegen und Vorgesetzte die Geschehnisse in den USA zum Anlass nehmen, auch bei uns künftig noch genauer hinschauen.

SPD vermutet Rassismus unter Deutschlands Polizisten: Keine Belege für generelles Gewaltproblem

Aber für den von Esken leichterdings unterstellten systemischen Rassismus oder ein generelles Gewaltproblem bei den Sicherheitskräften gibt es keine Belege. In seiner Pauschalität erinnert der Vorwurf an die „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“, die eine Studie der LMU kürzlich großen Teilen der bayerischen Bevölkerung bescheinigte. Nach dem Motto: Wenn man nur suggestiv genug fragt, wird sich schon ein Beweis für die angenommene moralische Verkommenheit der Leute finden lassen.

Was für die ganz normale Bevölkerung gilt, müsse doch auf die Polizei erst recht zutreffen, argwöhnt Frau Esken. Doch den Skandal, den die wieder mal hoch zu Ross herbeigaloppierende Genossenchefin bekämpfen will, gibt es zunächst vor allem in der Vorstellungswelt einer Politikerin, die als selbst ernanntes Mitglied der Antifa dem Staat und seinen Kräften jede Schlechtigkeit zutraut.

Denselben Geist atmet übrigens auch das neue Antidiskriminierungsgesetz des rot-rot-grünen Berliner Senats. Die Polizei kommt darin nicht als Helfer vor - sondern als Täter.

Zu der Rolle von US-Präsident Donald Trump bei der aktuell brenzligen Lage in den USA bieten wir zwei Kommentare an: „Der Fall Floyd ist eine große Tragödie - die Trump ausnutzt“ und „Nie hat Trump mehr bewiesen, dass er ungeeignet ist für das Amt“.

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