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Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich laut Forsa nur 28 Prozent für Schulz entscheiden - und immerhin 47 Prozent für Merkel. Foto: Patrick Pleul

Forsa-Umfrage

SPD rutscht wieder unter 30-Prozent-Marke

Berlin (dpa) - Dämpfer für SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz: Die Sozialdemokraten rutschen nach zwei neuen Umfragen wieder unter die 30-Prozent-Marke.

Nach dem jüngsten "Stern-RTL-Wahltrend" kommt die SPD aktuell auf 28 Prozent, während die Union ihre 36 Prozent verteidigt. Im aktuellen INSA-Meinungstrend für die "Bild"-Zeitung verharren CDU/CSU bei 34 Prozent, und die SPD sackt um eineinhalb Punkte auf 28,5 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz legt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem von Forsa erstellten Wahltrend im Vergleich zur Vorwoche um drei Prozentpunkte zu, während Schulz zwei Punkte verliert. Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich demnach 47 Prozent der Wahlberechtigten für Merkel entscheiden und 28 Prozent für Schulz. Im Frühjahr hatte Schulz zeitweise vorne gelegen.

Der Merkel-Herausforderer bezeichnete die neuen Zahlen als Auftrag an die SPD, die Ärmel hochzukrempeln. "Das ist eine Ermutigung an uns alle, nicht zu glauben, die Dinge fielen uns in den Schoß, sondern dass wir kämpfen müssen", sagte Schulz am Mittwoch in Berlin. Zum Start seiner Kandidatur Ende Januar habe die SPD bei 19 bis 20 Prozent gelegen. Bis zur Bundestagswahl sei es noch ein "langer, steiniger, aber erfolgreicher Weg". Auf die Frage, ob er angesichts des großen Rummels um seine Person auf dem Boden geblieben sei, sagte Schulz: "Ich habe mich eigentlich nie aus der politischen Realität entfernt."

Die Grünen gewinnen laut Forsa einen Punkt hinzu und kommen aktuell auf 8 Prozent, die AfD verliert einen Punkt und erreicht ebenfalls 8 Prozent. Unverändert bei 8 Prozent liegt danach auch die Linke. Um einen Punkt zulegen kann die FDP, die jetzt mit 7 Prozent sicher im Bundestag vertreten wäre. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 23 Prozent.

Bei INSA verliert die AfD einen Punkt und landet bei neun Prozent. Die Linke (10,5 Prozent) verbessert sich demnach um einen Punkt, die FDP (7 Prozent) um einen halben. Die Grünen verharren demnach bei 6,5 Prozent. Sonstige Parteien kommen zusammen auf 4,5 Prozent (plus 1). Neben einer großen Koalition aus CDU/CSU und SPD, die bei INSA zusammen auf 62,5 Prozent kommen, hätte damit nur noch ein von keiner Partei gewünschtes Bündnis aus CDU/CSU, FDP und AfD mit zusammen 50 Prozent eine rechnerische Mehrheit.

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