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SPD im Umfragerausch: Partei führt in drei Bundesländern - Werden Landtagswahlen 2022 SPD-Wahlen?

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Von: Kathrin Reikowski

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Wahlkampfabschluss der SPD in Nordrhein-Westfalen
Die SPD liegt in drei Umfragen zu Bundestagswahlen 2022 vorne: in Schleswig-Holstein, Niedersachsen und dem Saarland. © dpa/Rolf Vennenbernd

Die Ampel rund um den voraussichtlichen SPD-Kanzler Olaf Scholz stellte am Mittwoch den Koalitionsvertrag vor - zeitgleich liegt die SPD in drei Bundesländern in Umfragen vorne.

Saarbrücken/ Kiel/ Hannover - Die SPD dominiert in mindestens drei Bundesländern die Umfragen zu den Landtagswahlen 2022. In zwei der Bundesländer würde sie gut über 30 Prozent kommen, in zweien die CDU sogar mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung hinter sich lassen.

Zu den einzelnen Ländern: Im Saarland, das am 27. März einen neuen Landtag wählt, liegt die SPD mit 33 Prozent deutlich vor der aktuell regierenden CDU (28 Prozent). In der Infratest dimap-Umfrage kamen außerdem die AfD auf neun, die Grünen und FDP auf acht und die Linken auf sechs Prozent. Spitzenkandidatin Anke Rehlinger würde demnach den aktuellen Ministerpräsidenten Tobias Hans (CDU) ablösen. Bei den letzten Landtagswahlen im Jahr 2017 hatte Annegret Kramp-Karrenbauer die CDU angeführt, bevor sie in die Bundespolitik wechselte.

Landtagswahlen in Schleswig-Holstein: CDU verlöre 11 Prozent, SPD deutlich vorn

Auch in Schleswig-Holstein, wo wählt wird, kann die SPD aktuelle Umfragen für sich verbuchen. Wenn am Sonntag gewählt würde, käme die Partei laut einer Befragung des Instituts Insa für die „Bild“-Zeitung auf 28 Prozent. Die CDU von Ministerpräsident Daniel Günther lag bei 21 Prozent, die Grünen kamen auf 18 Prozent, die FDP auf 14 Prozent.

Verglichen mit dem Wahlergebnis von 2017 bedeutet das für die CDU einen deutlichen Einbruch um elf Prozentpunkte. Damals kam die Partei auf 32 Prozent. Die SPD hält in etwa ihr Ergebnis, 2017 erreichte sie 27,3 Prozent. SPD-Spitzenkandidat ist hier Thomas Losse-Müller.

Landtagswahlen in Niedersachsen 2022: 36 Prozent für die SPD, 23 Prozent für die CDU

Auch Niedersachsen hätte nach aktuellen Umfragewerten einen SPD-Ministerpräsidenten. Bliebe die Stimmung bis zur Wahl in knapp einem Jahr gleich, könnte Ministerpräsident Stephan Weil weiterregieren. Eine vom NDR veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap attestiert der SPD 36 Prozent Zustimmung, deutliche neun Prozentpunkte mehr als im Oktober 2020. Die CDU, die in einer Koalition mit der SPD regiert, verlor innerhalb eines Jahres zwölf Punkte und lag bei nur noch 23 Prozent.

Die Grünen lagen bei 16 Prozent, vier Punkte weniger als im Herbst 2020. Die FDP verbesserte sich deutlich um sechs Punkte auf zehn Prozent, die AfD legte einen Punkt auf sieben Prozent zu, die Linke verlor zwei Punkte auf drei Prozent. Nach der aktuellen politischen Stimmung könnte Weil damit seinen Koalitionspartner wechseln und außer mit der CDU auch mit den Grünen regieren (AFP/dpa/kat).

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