Öko-Strom aus dem windigen Norden ja, Stromtrassen nein: Protest gegen die sogenannte Suedlink-Leitung in Thüringen. Foto: Swen Pförtner/dpa
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Öko-Strom aus dem windigen Norden ja, Stromtrassen nein: Protest gegen die sogenannte Suedlink-Leitung in Thüringen. Foto: Swen Pförtner/dpa
Teilnehmer mit Flaggen und Transparenten demonstrieren am Fuße der Brandenburg in Thüringen gegen die geplante Suedlink-Stromtrasse. Foto: Swen Pförtner/dpa
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Teilnehmer mit Flaggen und Transparenten demonstrieren am Fuße der Brandenburg in Thüringen gegen die geplante Suedlink-Stromtrasse. Foto: Swen Pförtner/dpa
Die umstrittene Suedlink-Trasse motiviert immer wieder viele Menschen in mehreren Bundesländern zu Protesten. Foto: Swen Pförtner/dpa
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Die umstrittene Suedlink-Trasse motiviert immer wieder viele Menschen in mehreren Bundesländern zu Protesten. Foto: Swen Pförtner/dpa
Auch gegen die Art der Stromerzeugung gibt es Protest: Plakat von Windkraft-Gegnern im Bayerischen Wald. Foto: Armin Weigel/dpa/Archiv
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Auch gegen die Art der Stromerzeugung gibt es Protest: Plakat von Windkraft-Gegnern im Bayerischen Wald. Foto: Armin Weigel/dpa/Archiv
Neue Stromtrassen werden gebraucht, um den Windstrom aus dem Norden nach Süddeutschland zu transportieren, wo er dringend benötigt wird. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild
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Neue Stromtrassen werden gebraucht, um den Windstrom aus dem Norden nach Süddeutschland zu transportieren, wo er dringend benötigt wird. Foto: Nicolas Armer/dpa/Archivbild
Nach massenhaften Bürgerprotesten sollen Leitungen nun größtenteils unterirdisch verlegt werden, was den Trassenbau erheblich teurer macht. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archiv
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Nach massenhaften Bürgerprotesten sollen Leitungen nun größtenteils unterirdisch verlegt werden, was den Trassenbau erheblich teurer macht. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archiv

Gemeinwohl vor Einzelinteresse

SPD-Umweltexperte: Widerspruch gegen Stromtrassen erschweren

Berlin (dpa) - Beim Bau neuer Stromleitungen sollte der Staat aus Sicht des SPD-Umweltexperten Matthias Miersch den Anwohnern ihr Recht zum Widerspruch beschneiden. Das Gemeinwohl müsse Vorrang vor den Interessen des Einzelnen haben.

Alle seien sich etwa einig, dass die Energiewende ohne die großen Übertragungsleitungen von Nord nach Süd nicht funktioniere, sagte der Vize-Fraktionschef im Bundestag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

"Trotzdem kommt der Bau nicht voran, weil Gegner zu viele Möglichkeiten haben, sie zu verhindern." Daher müsse der Staat bei Infrastrukturprojekten von nationaler Bedeutung "die Einspruchsmöglichkeiten sinnvoll gestalten und Planungsprozesse verschlanken". Individuelle Freiheiten hätten ihre Grenzen dort, wo Gemeinwohlinteressen empfindlich berührt seien.

Miersch forderte zudem, neben dem Ausbau der Windkraft auch den der Photovoltaik wieder anzukurbeln. "Wir müssen dazu kommen, dass auf und an unseren Gebäuden Photovoltaik flächendeckend zum Einsatz kommt. Hier gibt es derzeit zu viele bürokratische Hürden", sagte er. Das gesamte Fördersystem gehöre überprüft. Er könne sich auch vorstellen, bei Neubauten die Nutzung von Photovoltaik verpflichtend vorzuschreiben. "Politik ist dazu da, Regeln zu setzen, die nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt hinterlässt."

Insgesamt müsse die Politik aber mit Augenmaß agieren, sagte Miersch. Deutschland habe angesichts der Klimakrise die Verantwortung, seinen CO2-Ausstoß zu senken, und werde das auch tun. "Wir können das nur nicht mit der Hauruck-Methode machen, indem wir Arbeitsplätze vernichten und die Menschen sich selbst überlassen. Dann nämlich würden wir die politische Gestaltungsmöglichkeit an die Populisten verlieren, wie das bereits in anderen Ländern zu beobachten ist."

Der 51-jährige Jurist aus Niedersachsen ist auch Sprecher der Parlamentarischen Linken in der SPD-Bundestagsfraktion.

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