+
Kanzlerkandidaten unter sich: Angela Merkel enteilt Martin Schulz in den jüngsten Umfragen. Foto: Olivier Hoslet

Nur noch bei 26 Prozent

SPD und Schulz rutschen weiter ins Umfragetief

Berlin (dpa) - Der Schulz-Effekt war einmal: Die Sozialdemokraten sind im "Stern-RTL-Wahltrend" mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz weiter auf Sinkflug, die Union legt mit Angela Merkel zu.

Wenn schon jetzt gewählt würde, würden sich nur noch 26 Prozent der Bürger für die SPD entscheiden - das sind drei Prozentpunkte weniger als noch in der Vorwoche. Die CDU/CSU klettert um zwei Punkte auf 38 Prozent. Damit beträgt ihr Vorsprung auf die SPD nun zwölf Punkte.

Eine Mehrheit im Bund ist nach der Umfrage nicht in Sicht: Die Union käme zusammen mit der FDP auf 46 Prozent. Rot-Rot-Grün würde mit 8 Prozent der Linken und 7 Prozent der Grünen 41 Prozent erreichen. Der AfD würden 7 Prozent ihre Stimme geben. Allerdings sind 24 Prozent der Befragten noch unentschlossen oder wollen nicht wählen gehen.

Befragt wurden die Teilnehmer nach der Landtagswahl in Schleswig-Holstein vor eineinhalb Wochen, aber noch vor der Wahl in Nordrhein-Westfalen am vergangenen Sonntag. Bei beiden Abstimmungen fuhren die Sozialdemokraten teils herbe Verluste ein. Auch bei der Saarland-Wahl im März lag die SPD deutlich hinter der CDU.

Im direkten Vergleich mit Merkel stürzt Schulz ebenfalls ab. Würde der Bundeskanzler direkt gewählt werden, würde sich jeder Zweite für die Kanzlerin entscheiden, aber nur knapp jeder Vierte für den SPD-Mann. Die nächste Bundestagswahl findet am 24. September statt.

Pressemitteilung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Korea-Treffen bietet enorme Chancen“ – doch beim zentralen Thema wird es alles andere als leicht
Nordkoreas Diktator Kim und Südkoreas Präsident Moon treffen sich im Grenzort Panmunjom zum großen Gipfel. Es soll um atomare Abrüstung und eine langfristige …
„Korea-Treffen bietet enorme Chancen“ – doch beim zentralen Thema wird es alles andere als leicht
Bundeswehr bleibt weiter in Mali und Somalia
Die UN-Mission zur Stabilisierung von Mali ist momentan der größte und gefährlichste Auslandseinsatz der Bundeswehr. Künftig sollen dort sogar noch mehr deutsche …
Bundeswehr bleibt weiter in Mali und Somalia
Mike Pompeo ist neuer US-Außenminister
Lange Zeit sah es so aus, als sei Mike Pompeo ein Wackelkandidat - dann gab ein Teil der oppositionellen Demokraten seinen Widerstand gegen den außenpolitischen Falken …
Mike Pompeo ist neuer US-Außenminister
Syrische Zeugen berichten über von "inszeniertem Anschlag"
Der mutmaßliche Giftgasangriff im syrischen Duma schürt die Spannungen zwischen West und Ost. Die OPCW-Ermittler suchen nach Spuren. Doch Russland wartet das Ergebnis …
Syrische Zeugen berichten über von "inszeniertem Anschlag"

Kommentare