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Martin Schulz will offenbar nicht als Kanzlerkandidat der SPD antreten.

Wegen Freundschaft zu Sigmar Gabriel?

Martin Schulz (SPD) will angeblich nicht mehr Kanzler werden

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Berlin - Sigmar Gabriel hat offenbar keinen Konkurrenten mehr als Kanzlerkandidat der SPD: Martin Schulz, der heiß gehandelt wurde, schreckt laut einem Bericht vor einer Kandidatur zurück.

Nachdem Martin Schulz (SPD) Ende November angekündigt hatte, seinen Posten als EU-Parlamentspräsident aufzugeben und nach Berlin zurückzukehren, rechneten viele damit, dass er versuchen würde, deutscher Kanzler zu werden. Doch offenbar hat Schulz das nicht mehr vor: Nach Informationen des „Spiegel“ hat er im Dezember gegenüber Parteigenossen erklärt, er rechne nicht mehr damit, als Spitzenkandidat der SPD aufgestellt zu werden. Das Blatt schreibt, ihn verbinde eine lange Freundschaft zu Gabriel, die durch eine parallele Kanzlerkandidatur einer zu hohen Belastung ausgesetzt wäre.

SPD will Kanzlerkandidat im Januar verkünden

Damit bleibt Vize-Kanzler Sigmar Gabriel der einzige Kandidat, der für die SPD vermutlich gegen die amtierende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ins Rennen geht. Mehrere führende SPD-Politiker haben sich in den vergangenen Tagen für den SPD-Chef als Kanzlerkandidaten ausgesprochen. Offiziell wollen die Sozialdemokraten Ende Januar bekanntgeben, wen sie gegen Merkel ins Rennen schicken.

Schulz ist auch im Gespräch als Nachfolger für Außenminister Frank-Walter Steinmeier, den die große Koalition als gemeinsamen Kandidaten für die Wahl zum Bundespräsidenten im kommenden Februar aufgestellt hat.

Schulz zog 1994 ins EU-Parlament ein

Mit 31 Jahren wurde Schulz 1987 in seiner Heimatstadt Würselen zum damals jüngsten Bürgermeister Nordrhein-Westfalen gewählt. Sieben Jahre später folgte der Einzug ins Europaparlament, wo er als wortgewaltiger Lautsprecher erst Vorsitzender der Sozialdemokraten und schließlich Parlamentspräsident wurde.

Als er vor wenigen Wochen seinen Rückzug aus Brüssel bekannt gab, sagte er, er wolle seinen Beitrag leisten, die Gräben innerhalb der Gesellschaften und zwischen den Ländern zu schließen. Nur so könne das verloren gegangene Vertrauen in die Politik wiedergewonnen werden - „und es ist viel Vertrauen verloren gegangen“. 

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