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Laut einem Chatprotokoll schlug der 18-Jährige Polizeistationen und Justizgebäude als Anschlagsziele vor.

Auffällige Chatprotokolle

„Spiegel“: Gefährder plante Anschlag in Bremen

Bremen - Ein aus der russischen Kaukasus-Republik Dagestan stammender 18-Jähriger hat nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ einen islamistischen Anschlag in Bremen geplant.

Der 18-Jährige schlug laut einem Chatprotokoll Polizeistationen und Justizgebäude als Anschlagsziele vor, berichtet „Der Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe. Mitte März sei der junge Mann an seinem 18. Geburtstag festgenommen worden. Inzwischen sitze er in Abschiebehaft, teilte die Bremer Innenbehörde am Freitag auf Anfrage mit.

Der junge Mann habe im Messenger-Dienst Telegram mit einem Islamisten aus Essen und sowie einem Mann gechattet, der einer Terrororganisation in Syrien angehören soll. „Wir sehen ihn als Gefährder an“, sagte eine Sprecherin der Bremer Innenbehörde. Der 18-Jährige sei in Bremen aufgewachsen, aber nicht dort geboren worden. Gegen seine Abschiebung habe er Klage eingereicht, eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgericht werde vermutlich im Mai fallen.

Zudem gab es in Bremen eine Panne im Fall eines 36-jährigen Algeriers, der in Frankreich eine Haftstrafe verbüßt hatte, weil er den Angriff auf das Magazin „Charlie Hebdo“ bejubelt und mit eigenen Anschlägen gedroht hatte. Frankreich schob den Gefährder danach nach Bremen ab - das Ausländeramt stimmte dem zu, obwohl der Mann in Bremen vorher nur geduldet worden war. Inzwischen räumt die Behörde dies als Fehler ein. Auch der 36-Jährige sitzt inzwischen in Abschiebehaft. Die Bremer Innenbehörde hält es für möglich, dass er genau wie der 18-jährige aus Dagestan potenziell eine terroristische Tat begehen könnte.

dpa

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