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Entscheidet sich die SPD für den EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als Kanzlerkandidaten?

Gabriel: Kein Zugzwang

"Spiegel": Schulz ist Favorit als SPD-Kanzlerkandidat

Berlin/Kiel - Knapp ein Jahr vor der Bundestagswahl könnte es bei der SPD in Sachen Kanzlerkandidatur ein Konkurrenzkampf zwischen SPD-Chef Sigmar Gabriel und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz geben.

"Solange die Union nicht Klarheit hat, wer bei denen antritt, obwohl sie die Kanzlerin stellen, ist die SPD unter gar keinem Druck", sagte er.
Der "Spiegel" hatte zuvor berichtet, eine wachsende Zahl führender Genossen favorisiere inzwischen EU-Parlamentspräsident Martin Schulz als Kanzlerkandidaten.

Gabriel nannte es eine "komfortable Lage", dass bei den Sozialdemokraten mehrere Personen als geeignet für den Posten des Regierungschefs gehalten würden, wohingegen es bei der Union darum gehe, ob Angela Merkel auf den CSU-Parteitag eingeladen werde. "Ich finde, da hat die SPD eigentlich jeden Grund zur Entspanntheit. Ich jedenfalls bin ganz entspannt", sagte Gabriel.

Oppermann: "Gabriel hat den ersten Zugriff"

Der Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, verwies dagegen auf die Absprachen: "Es bleibt dabei, dass der Parteivorsitzende den ersten Zugriff hat. Und es bleibt dabei, dass das Sigmar Gabriel ist."

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) sprach sich für Gabriel aus. "Es gibt einen geborenen Spitzenkandidaten für die SPD im nächsten Bundestagswahlkampf und das ist der Parteivorsitzende", sagte Albig der Deutschen Presse-Agentur. "Jede überflüssige Personaldebatte schadet nur der SPD."

dpa

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