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Maike Kohl-Richter und ihr Mann, Altkanzler Helmut Kohl.

Wer bekommt die Akten?

"Spiegel": Streit um Erbe von Altkanzler Kohl

Berlin - Kohls zweite Ehefrau Maike Kohl-Richter soll sich mit der CDU einen Kampf um das Erbe von Altkanzler Helmut Kohl liefern, berichtet der "Spiegel". Es geht um die Akten aus seiner Amtszeit.

Kohl-Richter wolle sich die Akten sichern, um später über den Nachlass ihres Mannes verfügen zu können und die Hoheit über die Geschichtsdeutung zu erhalten. Am Freitag berichtete die „Süddeutsche Zeitung“, dass die Konrad-Adenauer-Stiftung die Akten gern zurück hätte. Offizielle Dokumente aus einer Kanzlerschaft gehörten aber ins Bundesarchiv.

Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung hat die Medienberichte zurückgewiesen: „Derzeitige Berichte über angebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen der Konrad-Adenauer-Stiftung und Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl sind nicht zutreffend“, erklärte der Sprecher der Stiftung, Matthias Barner, am Freitag in Berlin.

Der ehemalige Bundeskanzler und CDU-Vorsitzende habe dem Archiv für Christlich-Demokratische Politik (ACDP) der Konrad-Adenauer-Stiftung 1998 einen Bestand von Unterlagen zur Verwahrung überlassen. „Dieser Bestand befindet sich seit 2010 einvernehmlich bei Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl, um dort für persönliche Arbeiten zur Verfügung zu stehen“, heißt es in der Mitteilung.

Kohl war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. 2010 verlangte er von der Stiftung seine Unterlagen mit der Begründung zurück, dass er sie für einen weiteren Band seiner Memoiren brauche. Kohl-Richter hatte kürzlich der CDU schwere Vorwürfe wegen ihres Umgangs mit dem Altkanzler in der Spendenaffäre gemacht.

dpa

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