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Einen Tag nach der tödlichen Explosion in einer U-Bahn ist in Russland noch keine Normalität eingekehrt. 

Mindestens 14 Tote - News-Blog

Explosion in St. Petersburg: Erste Opfer identifiziert

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    Vanessa Fonth
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St. Petersburg - Bei einer Explosion in einer U-Bahn in St. Petersburg sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Wir berichten im News-Blog zu den Entwicklungen.

  • Am Montagmittag explodierte in der U-Bahn in St. Petersburg ein Sprengsatz. 
  • Zu den Opferzahlen gab es widersprüchliche Angaben. Derzeit wird von mindestens 14 Toten berichtet. Klar ist, dass Dutzende Menschen verletzt wurden.
  • Präsident Wladimir Putin sagt, man ermittle in alle Richtungen, aber wahrscheinlich sei es ein „Terror-Anschlag“.
  • Der Verdächtige soll ein 23-Jähriger mit radikal-islamischen Verbindungen aus Kirgistan sein.

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Update vom 7. April 2017: Nur wenige Tage nach dem Attentat in St. Petersburg hat es wohl einen weiteren Anschlag gegeben. Ein Lkw fuhr in eine Menschenmenge in Stockholm.

19.35 Uhr: Nach dem Bombenanschlag in St. Petersburg haben die russischen Ermittler die ersten Namen von Todesopfern veröffentlicht. Diese zehn Personen seien identifiziert worden, teilte das Staatliche Ermittlungskomitee am Dienstag mit. Bei vier Leichen müsse die Identität mit einer Genanalyse festgestellt werden. 

Auf der Liste fand sich auch ein 20-jähriger Student aus Kasachstan, der zeitweilig als möglicher Attentäter verdächtigt worden war. Der Älteste auf der vorläufigen Liste war ein 71-jähriger Russe.

15.14 Uhr: Die russischen Ermittler haben die Erkenntnisse ihrer Kollegen aus Kirgistan bestätigt: Sie identifizierten den mutmaßlichen U-Bahn-Attentäter von St. Petersburg am Dienstag als Akbarschon Dschalilow. Dieser habe die Bombe in dem U-Bahnwaggon deponiert, hieß es in einer Erklärung des Ermittlungsausschusses. Er habe auch die zweite Bombe gelegt, die aber entschärft wurde. Dies zeigten DNA-Spuren auf der Tasche mit der Bombe. Einige Stunden zuvor hatte der kirgisische Geheimdienst bereits erklärt, Dschalilow habe den Selbstmordanschlag in St. Petersburg verübt. Der 1995 geborene Dschalilow sei russischer Staatsbürger und stamme aus der Region Osch im Süden Kirgistans.

15.12 Uhr:

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) will die Beleuchtung des Brandenburger Tors nach Terroranschlägen in den jeweiligen Nationalfarben der betroffenen Länder abschaffen. Zuvor solle das Tor jedoch ein letztes Mal in den russischen Farben angestrahlt werden, forderte Lederer am Dienstag auf seiner Facebook-Seite. Damit könne man die Unterstellung ausräumen, es gäbe „eine Hierarchisierung der Opfer“. Künftig solle man jedoch ganz auf die Geste verzichten, da die Auswahl willkürlich werde und nahezu täglich erfolgen könnte, schrieb er weiter.

Der Senat hatte sich am Montagabend dagegen entschieden, nach einem Anschlag mit mindestens 14 Toten in der St. Petersburger Metro das Brandenburger Tor in den russischen Nationalfarben anzustrahlen. St. Petersburg sei keine Partnerstadt von Berlin, hieß es. Nach Anschlägen wie etwa in Paris, Brüssel, London, Istanbul (Partnerstädte von Berlin), aber auch Jerusalem war das Berliner Wahrzeichen aus Solidarität mit den Betroffenen in den jeweiligen Nationalfarben beleuchtet worden. Auch andere Hauptstädte verzichten mittlerweile auf ähnliche Gesten.

Explosion in St. Petersburg: Kreml schließt nicht aus, dass Anschlag Putin galt

13.08 Uhr: Nach Angaben des kasachischen Außenministeriums ist ein als möglicher Verdächtiger gesuchter Mann unter den Toten identifiziert worden. Das teilte das Ministerium am Dienstag der Agentur Interfax zufolge mit. Schon am Dienstag wurde bezweifelt, dass der Student mit dem Anschlag in Verbindung stehe, sagte Vize-Geheimdienstchef Nurgali Bilisbekow.

12.40 Uhr: Der Kreml schließt nicht aus, dass der Bombenanschlag in St. Petersburg auf den Besuch von Präsident Wladimir Putin zielen sollte. „Allein die Tatsache, dass der Terroranschlag verübt wurde, während das Staatsoberhaupt in der Stadt war, zwingt zum Nachdenken“, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau. „Das ist Stoff für eine Analyse der Geheimdienste.“ Es gebe aber keinen Anlass für personelle Konsequenzen in den Sicherheitsbehörden, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge. Das sei so kurz nach dem Bombenanschlag auch nicht sinnvoll.

12.27 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sein Beileid ausgesprochen. „Mit großer Bestürzung hören wir in Bayern von dem schrecklichen Anschlag, der Ihre Heimatstadt St. Petersburg erschüttert hat“, schrieb Seehofer in einem Kondolenzbrief. „Unser herzliches Beileid gilt den Hinterbliebenen der Opfer, den Verletzten unser tiefes Mitgefühl. Wir beten für deren schnelle Genesung.“ Seehofer verurteilte den „barbarischen Anschlag“, der „unsere Art zu leben“ treffe, wie die Staatskanzlei am Dienstag in München mitteilte. Erst vor drei Wochen hatte der CSU-Chef wie M erkur.de berichtet bei einer Moskaureise Putin getroffen.

Explosion in St. Petersburg: Zahl der Todesopfer nochmal gestiegen

12.24 Uhr: Nach der Explosion in der U-Bahn der russischen Millionenmetropole St. Petersburg sind nach Angaben des Gouverneurs Georgi Poltawtschenko alle Opfer identifiziert worden. Darunter befänden sich drei Ausländer, sagte er der Agentur Tass zufolge am Dienstag. Sie stammen aus den zentralasiatischen Ländern Usbekistan und Tadschikistan sowie aus Weißrussland. Seinen Angaben zufolge sind keine Staatsbürger westlicher Länder unter den Opfern.

11.44 Uhr: Nächster Angriff auf Russland: Einen Tag nach dem Attentat in St. Petersburg haben Islamisten zwei russische Polizisten erschossen. Die Tat fand in der Stadt Astrachan am Kaspischen Meer statt. Bei den Tätern handele es sich um Anhänger einer radikal-islamistischen Gruppe, sagte der Gouverneur der Region, Alexander Schilkin, der Agentur Tass zufolge. Die Täter hätten in der Nacht zum Dienstag bei einer Straßenkontrolle auf die Beamten geschossen, beide starben noch am Tatort.

Bereits am frühen Morgen nahmen die Ermittler acht Verdächtige fest, die aus Astrachan und der nahegelegenen Region Dagestan stammen. In der Unruheregion Nordkaukasus kämpfen kriminelle Banden sowie Islamisten gegen die Zentralregierung. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden haben sich Hunderte in der Region der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen.

10.34 Uhr: Nach der Explosion in der U-Bahn der russischen Millionenmetropole St. Petersburg hat sich die Zahl der Todesopfer nach Behördenangaben auf 14 erhöht. Elf Menschen seien vor Ort gestorben, drei weitere später ihren Verletzungen erlegen, teilte Gesundheitsministerin Weronika Skworzowa am Dienstag der Agentur Tass zufolge mit. 49 Menschen wurden demnach am Dienstag noch in Krankenhäusern behandelt.

9.33 Uhr: Der Schock sitzt immer noch tief bei den Petersburgern. Ein Augenzeuge berichtet: „Ich bin mit meiner Bahn an der Station Technologie-Institut angekommen und auf dem Bahnsteig lagen Menschen, man sah Rauch“, zitiert ihn Focus Online von dem Projekt Bumaga. „Als die U-Bahn hielt, sind ganz normal Menschen ausgestiegen, aber bald danach sind die Türen schnell geschlossen worden und die Bahn fuhr durch bis zur nächsten Station.“ Ein anderer sagte, dass es „wie nach Schießpulver roch“.

Explosion in St. Petersburg: Mehr Aufmerksamkeit auf öffentliche Verkehrsmittel

08.12 Uhr: Der Anschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg ist nach Angaben der Behörden in Kirgistan von einem Selbstmordattentäter aus dem zentralasiatischen Land verübt worden. Ein Sprecher des kirgisischen Geheimdienstes sagte am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP in Bischkek, das Attentat sei von dem Kirgisen Akbarschon Dschalilow verübt worden. Bei der Explosion in einer U-Bahn in St. Petersburg waren am Montag elf Menschen getötet und dutzende weitere verletzt worden.

07.46 Uhr: Die Sicherheitsvorkehrungen in St. Petersburg wurden nach dem Anschlag massiv verstärkt. Alle Zugänge zu den U-Bahnen würden zusätzlich bewacht, teilte der Metro-Betreiber mit. Zudem würden Busse und Straßenbahnen stärker überprüft.

Wenige Stunden nach dem Anschlag nahmen die U-Bahnen ihren Betrieb wieder auf. Die Metro der Linie 2, auf der es zu der Explosion kam, werde zunächst jedoch nur einige Stationen anfahren, teilte der U-Bahn-Betreiber der Agentur Interfax zufolge mit. Für weitere Ermittlungen bleibe auch eine zweite U-Bahn-Station gesperrt. Auch in der Hauptstadt Moskau patrouillieren zahlreiche Polizisten an den Flughäfen, Bahnhöfen und in den Metro-Stationen.

06.31 Uhr: Nach dem Anschlag auf die St. Petersburger Metro hat US-Präsident Donald Trump dem russischen Staatschef seine "volle Unterstützung" zugesagt. "Beide, Präsident Trump und Präsident Putin, haben darin übereingestimmt, dass der Terrorismus entscheidend und schnell bezwungen werden muss", teilte das Weiße Haus am Montag (Ortszeit) nach einem Telefonat der beiden Staatschefs mit. Trump habe "die volle Unterstützung der US-Regierung bei der Reaktion auf den Angriff" zugesagt.

Der US-Präsident drückte den Angaben zufolge Russland auch sein Mitgefühl aus. In einer ersten Reaktion hatte Trump den mutmaßlichen Anschlag als "schreckliche Sache" bezeichnet.

UN-Sicherheitsrat verurteilt den Terroranschlag

06.26 Uhr: Der UN-Sicherheitsrat hat den mutmaßlichen Terroranschlag auf die Metro der russischen Metropole St. Petersburg scharf verurteilt. Das Gremium bezeichnete die Tat am Montag (Ortszeit) in New York als "barbarischen und feigen terroristischen Angriff". In der einstimmig beschlossenen Erklärung forderten die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates, die Verantwortlichen müssten vor Gericht gestellt werden. 

Die UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley, deren Land derzeit den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat hat, erklärte, die Bilder vom Anschlagsort in St. Petersburg seien "herzzerreißend". "Sie können sicher sein, dass die USA an der Seite Russlands beim Bezwingen dieser Extremisten stehen, die weiterhin sinnlos unschuldigen Menschen Leid zufügen", hob Haley in ihrer Erklärung hervor

St. Petersburg trauert um Anschlagsopfer

Explosion in St. Petersburg: Verdächtiger soll radikal-islamischen Hintergrund haben

06.16 Uhr: Bei einem der Täter des Terrorangriffs in der St. Petersburger U-Bahn soll es sich nach Medienberichten um einen Mann aus Zentralasien handeln. „Es gibt eine Version, nach der die Bombe von einem Selbstmordattentäter getragen wurde“, sagte eine Quelle innerhalb der Sicherheitsbehörden der Agentur Interfax am Montagabend. Nach bisherigen Kenntnisstand soll der Mann 23 Jahre alt sein und radikal-islamistisch Verbindungen haben.

Die staatliche Agentur Tass zitierte eine Quelle, nach der ein Mann und eine junge Frau aus Zentralasien in die Tat involviert sein könnten.

Die Behörden hatten zunächst nach zwei Verdächtigen gesucht, die auf Bildern der Überwachungskameras im Metrobereich entdeckt wurden.

06.00 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Montagabend die Metrostation in St. Petersburg besucht, wo mehrere Menschen bei einer Explosion getötet worden waren. Putin legte Blumen am Eingang der Station am Technologischen Institut im Zentrum der Stadt nieder und verharrte in stillem Gedenken. Er verließ den Ort, ohne sich zu äußern, wie ein AFP-Fotograf berichtete. 

Putin werde laufend über die Erkenntnisse der Ermittler informiert, sagte sein Sprecher Dmitri Peskow gegenüber russischen Agenturen. Das Geschehen trage "alle Anzeichen eines Attentats", fügte er hinzu.

Explosion in St. Petersburg: Die Ereignisse am Montag

22.16 Uhr: Nach der Explosion in der U-Bahn der Millionenmetropole St. Petersburg ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der russischen Behörden auf mindestens elf gestiegen. Weitere 45 Verletzte würden noch in Krankenhäusern behandelt, teilte das Informationszentrum des staatlichen Anti-Terror-Komitees laut Nachrichtenagentur Tass am Montagabend mit. Zuvor hatte das Gesundheitsministerium von mindestens zehn Toten gesprochen.

21.40 Uhr: „Schockiert und betrübt“ über den Anschlag in der Metro von St. Petersburg hat sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gezeigt. „Leider ist dies nicht das erste Mal, dass die Bürger dieser wunderschönen Stadt eine solche Tragödie erleiden mussten“, heißt es in einer am Montag in Brüssel veröffentlichten Erklärung Junckers. Seine Gedanken seien bei den Opfern: „Nichts kann solche barbarischen Handlungen rechtfertigen.“

Explosion in St. Petersburg: Merkel kondoliert Putin

20.49 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in einem Kondolenztelegramm an den russischen Präsidenten Wladimir Putin entsetzt über die Explosion in St. Petersburg gezeigt. „Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es sich um einen feigen Anschlag gehandelt hat“, schrieb Merkel. „Sollte sich dies bewahrheiten, so wäre dies ein barbarischer Akt, den ich aufs Schärfste verurteile und dessen Drahtzieher ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden müssen.“ Ihre Gedanken seien bei den Familien der Todesopfer und bei den Verletzten, denen sie rasche Genesung wünsche, so die Kanzlerin.

Nach Explosion in St. Petersburg: U-Bahnen fahren wieder

20.17 Uhr: Wenige Stunden nach dem Terroranschlag haben die U-Bahnen in St. Petersburg ihren Betrieb wieder aufgenommen. Die Metro der Linie 2, auf der es zu der Explosion kam, werde zunächst jedoch nur einige Stationen anfahren, teilte der U-Bahn-Betreiber am Montag der Agentur Interfax zufolge mit.

20.02 Uhr: Die Behörden schätzten die Sprengkraft der Bombe auf 200 bis 300 Gramm TNT. Der Sprengsatz sei mit Metallteilen versehen gewesen, um die tödliche Wirkung zu verstärken.

19.15 Uhr: In St. Petersburg suchen die Behörden Medienberichten zufolge jetzt nach zwei Verdächtigen. Einer von ihnen soll die Bombe in einer Aktentasche unter einem Sitz in der U-Bahn platziert haben, wie die Agentur Interfax am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise meldete. Der andere soll eine Bombe an der Metro-Station Ploschtschad Wosstanija (Platz des Aufstands) deponiert haben.

Steinmeier: „Mitgefühl gehört den Angehörigen der Opfer“

18.59 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich betroffen über die Explosion in einer St. Petersburger U-Bahn geäußert. „Mit Entsetzen und Trauer verfolge ich die Nachrichten aus St. Petersburg, wo ein zur Explosion gebrachter Sprengsatz zahlreiche Tote gefordert hat“, erklärte Steinmeier am Montagabend in Berlin. Noch seien die Hintergründe der Tat nicht geklärt. „Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Russland. Unser besonderes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Ich wünsche den Verletzten rasche Genesung.“

18.11 Uhr: Nach der Explosion in der U-Bahn in St. Petersburg haben die russischen Behörden nun Ermittlungen wegen des Verdachts eines "Terroranschlags" aufgenommen. Das teilte die Ermittlungsbehörde am Montag in einer Erklärung mit. Die Ermittler wollten aber auch "allen anderen möglichen Spuren" nachgehen, hieß es in der Erklärung weiter.

17.02 Uhr: Zu den Opferzahlen gab es widersprüchliche Angaben. Das staatliche Anti-Terror-Komitee Russland sprach nachmittags von neun Toten. In ersten Berichten war von zehn Toten die Rede gewesen. Etwa 20 Menschen seien verletzt worden, teilte das Komitee mit.

Explosion in St. Petersburg: Mutmaßlicher Täter wahrscheinlich gefilmt

17.00 Uhr: Der mutmaßliche Bombenleger in der U-Bahn von St. Petersburg ist nach inoffiziellen Behördenangaben von der Videoüberwachung gefilmt worden. „Die Videokameras der Metro haben den mutmaßlichen Urheber der Explosion gefilmt“, sagte ein nicht genannter Behördenvertreter der Agentur Interfax. 

16.58 Uhr: In einer U-Bahnstation in St. Petersburg ist eine selbstgebaute Bombe entdeckt worden, die noch rechtzeitig entschärft werden konnte. Das teilten die russischen Anti-Terror-Behörden am Montag mit.

16.37 Uhr: Eine Augenzeugin erzählt, wie sie den Anschlag erlebt hat.  „Es war sehr voll in der Bahn, wir hatten keinen Platz gefunden, standen in einem benachbarten Abteil. Zwischen den beiden Stationen passierte die Explosion, es gab einen donnernden Krach, dann einen merkwürdigen Geruch und Rauch“, zitiert sie die bild.de und beruft sich auf die russische Seite Gazette.ru. Alle seien dann zum entgegengesetzten Ende des Waggons gelaufen, zwei Frauen seien bewusstlos zusammen gebrochen. „Das alles passierte, während der Zug noch fuhr, er hielt nicht an. An der der Haltestelle Technologisches Institut verließen wir alle unseren Waggon“, sagte sie weiter.

16.18 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und die EU-Außenminister haben ebenfalls ihr Mitgefühl ausgedrückt. „Unsere Gedanken sind bei allen Menschen Russlands“, schrieb Mogherini am Montag auf Twitter. Mogherini und die Minister hatten in Luxemburg unter anderem über eine neue Syrien-Strategie diskutiert. Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach via Twitter seine Anteilnahme aus. „Tiefstes Mitgefühl für die Betroffenen (...) ihre Angehörigen und das russische Volk“, schrieb Stoltenberg. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sagte in Luxemburg, vieles deute auf "einen hinterhältigen Anschlag" hin, auch wenn die Hintergründe noch nicht klar seien.

Explosion in St. Petersburg: Auswärtiges Amt ändert Reisehinweise

16.12 Uhr: Die Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtet, dass bei der U-Bahnstation Ploschtschad Wosstanija (Platz des Aufstands) kein weiterer Sprengsatz gefunden wurde. Der Fund habe sich demnach als zurückgelassener Gegenstand herausgestellt.

16.07 Uhr: Der russische Generalstaatsanwalt Alexander Kurrennoj erklärte laut bild.de im russischen Fernsehen, dass es sich bei der Explosion um einen Terror-Anschlag handele. Facebook hat wie bei den Terror-Anschlägen in Brüssel und Paris den Safety Check aktiviert. Damit können Nutzer ihren Freunden zeigen, dass sie in Sicherheit sind.

15.50 Uhr: Das Auswärtige Amt hat seine Reise- und Sicherheitshinweise geändert. In einem offiziellen Statement heißt es: „In Sankt Petersburg wurden am Nachmittag des 3. April 2017 ein oder mehrere Anschläge gegen die Metro verübt. Es sind Tote und Verletzte zu beklagen. Der Betrieb der Metro wurde vorläufig eingestellt, Stationen evakuiert. Reisenden wird geraten, vorerst in ihren Unterkünften zu verbleiben und die Lageentwicklung über die Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise zu verfolgen. Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten.“

15.29 Uhr: Der lokale Radiosender Fontanka meldet, dass ein nicht detonierter Sprengsatz in der Metro-Station Ploschtschad Wosstanija (Platz des Aufstands) gefunden wurde und derzeit von Sicherheitskräften entschärft wird.

15.25 Uhr: Russia Today berichtet, dass alle U-Bahnstationen in St. Petersburg geschlossen wurden. Der lokale Gouvernour teilte mit, dass rund 50 Menschen verletzt worden seien.

15.16 Uhr: Russische Nachrichtenagenturen zitieren eine Mitteilung des U-Bahnbetreibers, indem es heißt, dass ein „unbekannter Gegenstand“ in einem U-Bahnwaggon explodierte. Sämtliche U-Bahnhöfe der Stadt wurden demnach geschlossen.

Explosion in St. Petersburg: Putin spricht Angehörigen Beileid aus

15.10 Uhr: Wladimir Putin gibt bekannt, dass Spezialkräfte mit Hochdruck daran arbeiteten, die Ursache für die Explosionen herauszufinden. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen auf. Den Angehören der Opfer sprach er sein Beileid aus.

Einen Tag nach dem Attentat in St. Petersburg sind Polizisten am Kaspischen Meer angegriffen worden.

15.05 Uhr : Der Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, schrieb auf Twitter: „Das sind furchtbare Nachrichten aus St. Petersburg: Unser Mitgefühl gilt allen Betroffenen und ihren Familien.“

15.01 Uhr: Behördenquellen schätzten die Sprengkraft auf 200 bis 300 Gramm Dynamit. Der Sprengsatz sei mit Metallteilen versehen gewesen. Nach ersten Erkenntnissen sei kein Selbstmordattentäter unterwegs gewesen. Der Sprengsatz sei in dem Wagen platziert worden.

14.59 Uhr: Präsident Wladimir Putin hielt sich nach Angaben seines Sprechers im Vorort Strelna auf. Die Sicherheitsbehörden würden die Explosion aufklären, versprach Putin. „Wir ziehen alle Möglichkeiten in Betracht - ob es eine kriminelle Tat war oder sie einen terroristischen Charakter hat“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. Alle Anzeichen deuteten auf einen Terroranschlag hin, sagte Viktor Oserow, Abgeordneter im russischen Föderationsrat.

Explosion in St. Petersburg: Detonationen an zwei U-Bahnstationen

14.47 Uhr: Unbestätigten Informationen zufolge berichtet die Agentur RIA, dass es Detonationen in zwei U-Bahnhöfen gab. Demnach ereigneten sich die Detonationen an den Stationen Sennaja Ploschad (Heuplatz) und Technologisches Institut.

14.43 Uhr: Der genaue Hintergrund der Explosion war zunächst unklar. In der Vergangenheit hatte es mehrere Anschläge auf die U-Bahn in Moskau mit zahlreichen Toten gegeben. In St. Petersburg gab es bislang keine Anschläge.

14.39 Uhr: Bei einer Sprengstoffexplosion in der U-Bahn der russischen Stadt St. Petersburg sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Das berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass am Montag. Etwa 20 Menschen seien verletzt worden. Den Angaben nach explodierte ein Sprengsatz in einem Zug auf der Fahrt zwischen zwei Stationen im Zentrum. In St. Petersburg leben rund fünf Millionen Menschen. Die russische Großstadt liegt am östlichen Ende der Ostsee und ist knapp 700 Kilometer von Moskau entfernt.

dpa/sap

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