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Max Stadler ist mit 63 Jahren gestorben.

Sekundentod beim Golfen

Staatssekretär Max Stadler (63) gestorben

Passau - Der Bundestagsabgeordnete und Justizstaatssekretär Max Stadler (FDP) ist tot. Er starb mit nur 63 Jahren.

Der Sprecher der bayerischen FDP, Andreas Dietrich, bestätigte am Sonntag den Tod Stadlers. Dieser erlitt nach einem Bericht der „Passauer Neuen Presse“ auf dem Golfplatz einen Sekundentod. Er hinterlässt Frau und Sohn.

Der gebürtige Passauer war in Bayern Staatsanwalt und Richter, bevor er über den Passauer Stadtrat zur Politik kam. Von 1991 bis 1998 war Stadler bayerischer FDP-Chef, seit 1994 gehörte er dem Bundestag an, wo er sich als FDP-Obmann im Parteispenden- und im BND-Untersuchungsausschuss einen Namen machte.

Unter Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) wurde er 2009 Staatssekretär und kümmerte sich besonders um die innere Sicherheit und das Strafrecht. Daneben war Stadler seit zwei Jahren Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung und engagierte sich besonders für eine gute deutsch-tschechische Nachbarschaft.

Bayern trauert um Max Stadler

Die bayerische FDP-Vorsitzende und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger hat sich erschüttert über den Tod Stadlers geäußert. „Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer habe ich von dem überraschenden Tod meines engen Freundes, langjährigen politischen Weggefährten und parlamentarischen Staatssekretärs im BMJ erfahren“, erklärte sie am Sonntag. „Max Stadler prägte seit fast 20 Jahren die Rechts- und Innenpolitik für die FDP an herausragender Stelle“, erklärte Leutheusser-Schnarrenberger. Sein plötzlicher Tod sei ein ganz großer Verlust für seine Familie und Freunde, für die bayrische FDP und für die Rechtspolitik insgesamt. „Ich verliere einen wirklich guten Freund und trauere mit seiner Familie.“

Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) reagierte ebenfalls bestürzt und erklärte: „Ein nachdenklicher und fairer Politiker mit Überzeugung hat uns verlassen!“ Max Stadler habe sich ganz besonders durch seine menschliche Wärme und seine Zuverlässigkeit ausgezeichnet. „Als Rechtspolitiker beeindruckte er mich durch sein tiefes Ringen um die richtige Entscheidung, durch seine Kollegialität und seinen stets fairen Umgang. Er wird der Rechtspolitik in Deutschland in der täglichen Arbeit fehlen. Sein Tod reißt eine Lücke, die nicht zu schließen sein wird“, erklärte die stellvertretende CSU-Vorsitzende.

Auch der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) äußerte sich fassungslos. „Max Stadler war ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Bürgerrechte und ein ebenso leidenschaftlicher Anwalt für die Anliegen und Interessen der Menschen in Bayern. Vor allem seine niederbayerische Heimat und seine Heimatstadt Passau lagen ihm besonders am Herzen“, erklärte Zeil am Sonntag. Der Freistaat Bayern und die bayerische FDP verlören einen allseits geschätzten und beliebten Politiker, der seinen Wählerauftrag stets geradlinig und unaufgeregt erfüllt habe.

dpa

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