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Mitgliedern des niederländischen Rockerclubs Satudarah (Archivbild) wurde in Duisburg verboten, ihre "Kutten" zu tragen.

Bald auch anderswo?

Stadt verhängt "Kutten-Verbot" für Biker-Gangs

Duisburg - Die Stadt Duisburg hat Biker-Gangs das Tragen ihrer "Kutten" untersagt - auch wenn diese Gruppen nicht verboten sind. Die Polizeigewerkschaft erhofft sich "Signalwirkung" für andere Städte.

Als erste Kommune in Nordrhein-Westfalen hat die Stadt Duisburg Mitgliedern von Rockerbanden untersagt, in der Innenstadt Symbole ihrer Gruppierung öffentlich zu tragen - auch wenn die Clubs nicht verboten sind.

Normale Motorradgruppen waren von einem "Kutten-Verbot" bislang nicht betroffen. Allerdings verhängen Behörden bei bestimmten Veranstaltungen gelegentlich ein generelles "Kutten-Verbot", um Auseinandersetzungen rivalisierender Gruppierungen zu verhindern.

Das Düsseldorfer Verbot gilt laut "Rheinischer Post" zunächst am Freitag im Bereich rund um das Landgericht. Dann beginnt in Duisburg ein Prozess gegen zwei führende Mitglieder der Rockergruppe MC Satudarah Duisburg unter anderem wegen Drogen- und Waffenhandels.

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NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) begrüßt die Entscheidung der Stadt Duisburg, den Rockern in Teilen der Stadt das Tragen ihrer "Kutten" zu untersagen. "Ihr martialisches Auftreten ist allein darauf gerichtet, Angst und Schrecken zu verbreiten. Es ist Ausdruck eines wehrhaften Rechtsstaates, alle rechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, dies zu verhindern", sagte Jäger der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Donnerstagausgabe).

Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft ist für das "Kutten-Verbot". "Das ist eine gute Sache. Gegen diese Elemente muss man mit aller Härte vorgehen", betont der Landesvorsitzende Erich Rettinghaus gegenüber der Zeitung."Diese Aktion kann Signalwirkung haben und zum Vorbild für alle Städte in Deutschland werden."

zr/dpa

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