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Die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm

Verwandtenaffäre: Am Dienstag nennt Stamm Namen

München - Am kommenden Dienstag sollen die Namen jener Abgeordneten veröffentlicht werden, die im Jahr 2000 kurz vor Inkrafttreten des Verbotes noch enge Familienangehörige eingestellt haben.

„Ich habe angekündigt, mir die parlamentarischen Vorgänge um das Jahr 2000 herum genau anzusehen, und das habe ich getan“, sagte die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm unserer Zeitung. Auch die Überprüfung der sogenannten Altfälle, also noch älterer Beschäftigungsverhältnisse, sei fast abgeschlossen. „Das ist viel Arbeit, auch weil ich mit jedem betroffenen Abgeordneten persönlich sprechen möchte, um etwaige Missverständnisse auszuschließen“, sagte Stamm. „Jetzt müssen die Unterlagen sortiert werden.“

Am Dienstag werde sie auf einer Pressekonferenz ihre Erkenntnisse öffentlich machen. „Ich bitte aber um Verständnis, dass ich im Vorfeld nichts weiter dazu sagen möchte.“

Zuletzt hatte es geheißen, 34 Abgeordnete hätten in letzter Minute ihre Familienangehörigen eingestellt. Diese Zahl wollte Stamm gestern nicht kommentieren. Sicher ist, dass mit Helmut Brunner, Gerhard Eck und Bernd Sibler drei Kabinettsmitglieder dazugehören. Ministerpräsident Horst Seehofer hält jedoch an ihnen fest.

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