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Bayerns Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

Weihnachtsansprache

Stamms Forderungen an die Arbeitswelt

München - Bayerns Landtagspräsidentin Barbara Stamm hat in ihrer Weihnachtsansprache mehr Familienfreundlichkeit in der Wirtschaft gefordert.

„Die Arbeitswelt hat sich auf die Familien einzustellen und nicht umgekehrt“, sagte Stamm in ihrer Weihnachtsansprache. Nur so werde die Gesellschaft ihre demografischen Herausforderungen meistern können. „Was Familien wollen, muss in der Arbeitswelt von heute und morgen gelebt werden - ohne Entschuldigung und ohne Rechtfertigung für familiäre Pflichten.“ Wer sich bewusst für Familie entscheide, sage Ja zur Verantwortung als Mutter und als Vater, aber auch Ja zur Pflege der eigenen Eltern.

Die Landtagspräsidentin nannte auch die soziale Absicherung im Beruf als weitere wichtige Voraussetzung. „Nur mit einem unbefristeten Arbeitsverhältnis fühlt der Berufsanfänger die notwendige Sicherheit, um eine Familie gründen zu können.“ Deshalb müssten auch rechtswidrige Werkverträge verhindert werden, Arbeitnehmerüberlassung brauche klare Regeln in Hinblick auf eine Gleichstellung mit Standard-Arbeitsverhältnissen. Kinder und Jugendliche müssten die gleichen Zukunftschancen haben. „Noch mehr als bisher sollten ihre Talente ihren Weg bestimmen, und nicht Einkommen, Herkunft und Bildung der Eltern“, so Stamm.

Gleichzeitig plädierte die CSU-Politikerin für eine humane Flüchtlingspolitik. „Flüchtlinge brauchen Herbergen in einem ganz konkreten, fundamentalen Sinn und sie brauchen unsere Solidarität. Ihr Schicksal darf uns nicht gleichgültig sein.“ Vorbilder einer „so wichtigen Willkommenskultur“ seien die vielen Ehrenamtlichen, die sich um Flüchtlinge kümmerten. „Menschenwürdig ist eine Gesellschaft erst dann, wenn sie nicht wegschaut, sondern barmherzig ist und handelt“, sagte die Landtagspräsidentin.

KNA

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