Ton wird schärfer

Stammstrecke: Dobrindt greift Reiter an

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Berlin/München – Der Finanz-Streit um die zweite Stammstrecke wird schärfer. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wies Vorhaltungen zurück, der Bund bremse beim neuen S-Bahn-Tunnel.

„Falls es zu Mehrkosten kommt, bleibe ich dabei: Der Bund wird sich beteiligen“, sagte Dobrindt unserer Zeitung. Eine neue Kostenschätzung habe er nicht. Bisher sind etwa 500 Millionen Euro vom Bund eingeplant.

Er warf seinerseits Münchens OB Dieter Reiter (SPD) zu wenig Einsatz vor. „Ich erwarte, dass die reiche Stadt München, die auch im Wesentlichen von ihren Pendlern lebt, sich nicht mit ihrem Oberbürgermeister aus der Verantwortung stiehlt.“ Auf Reiters Drohung, notfalls mit Lokalpolitikern in Berlin zu demonstrieren, reagiert Dobrindt mit Spott: „Wenn Reiter eine Nachhilfestunde braucht, um seine Wissenslücken zu schließen, ist er in Berlin herzlich willkommen.“ Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Reiter hatten in Briefen an die Berliner Koalition und die Bahn mehr Tempo gefordert. Dobrindt kündigte insbesondere für Reiter einen harschen Antwort-Brief an. Er rechnet im Lauf des ersten Halbjahrs mit einem Abschluss der Planfeststellung.  

Rubriklistenbild: © dpa

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