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Immer mehr Menschen sind auf Sozialhilfe angewiesen: Die Sozialhilfeausgaben sind 2015 um fast fünf Prozent gestiegen.

Statistisches Bundesamt

Ausgaben für Sozialhilfe steigen um fünf Prozent

Wiesbaden - 27,7 Milliarden Euro hat die Bundesregierung vergangenes Jahr für Sozialhilfe ausgegeben - eine Steigerung um fast fünf Prozent. Die größte Summe floss in die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen.

Die Sozialhilfeausgaben in Deutschland sind im vergangenen Jahr um fast fünf Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte, beliefen sich die Ausgaben 2015 auf netto insgesamt 27,7 Milliarden Euro. Dies bedeute eine Steigerung um 4,8 Prozent gegenüber 2014. 

Von den 27,7 Milliarden Euro entfielen den Angaben zufolge 15,6 Milliarden Euro auf die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen, ein Plus von 4,5 Prozent. Für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wurden demnach 5,9 Milliarden Euro ausgegeben, ein Plus von 8,5 Prozent.

Weitere 3,6 Milliarden Euro - plus 1,9 Prozent - flossen laut den Statistikern in die Hilfe zur Pflege, 1,4 Milliarden Euro und damit 7,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor in die Hilfe zum Lebensunterhalt sowie 1,2 Milliarden Euro - minus 2,5 Prozent - in die Hilfen zur Gesundheit und weitere Unterstützungsleistungen. Damit entfiel dem Bundesamt zufolge der überwiegende Anteil der Nettoausgaben für Sozialhilfe mit 56,3 Prozent auf die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen. 21,4 Prozent der Ausgaben wurden demnach für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung aufgewendet, 12,9 Prozent für die Hilfe zur Pflege. 

AFP

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