+
Der 17-jährige Attentäter hatte bei Würzburg mehrere Zugreisende lebensgefährlich verletzt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Ministerium: Axt-Attentäter wurde bei Einreise überprüft

Berlin (dpa) - Über die Nationalität des Attentäters von Würzburg und zur Frage möglicher Mittäter gibt es nach Angaben des Bundesinnenministeriums noch keine endgültigen Ergebnisse.

Die Ermittlungen dazu liefen noch, sagte ein Sprecher in Berlin. Es war Unsicherheit aufgekommen, ob der 17-Jährige, der nach seiner Messer- und Axt-Attacke am Montagabend auf fünf Zugreisende aus Hongkong von der Polizei erschossen worden war, aus Afghanistan oder Pakistan stammte.

Der Sprecher betonte, nach vorliegenden Erkenntnissen sei der Flüchtling bereits kurz nach seiner Ankunft in Deutschland im vorigen Jahr polizeilich überprüft worden. Die Bundespolizei habe seine Personalien am 29. Juni 2015 um 03.55 aufgenommen, nachdem er mit einer Reisegruppe über die deutsch-österreichische Grenze gekommen war. Damals habe es eine verstärkte Fahndung gegeben, bundesweit seien 228 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt worden.

Der Betroffene sei in Gewahrsam genommen, in Passau polizeilich überprüft und wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise ohne Pass angezeigt worden. Seine angegebenen Personalien und Fingerabdrücke seien dabei auch fahndungsmäßig in den nationalen Datenbanken eingegeben worden - ohne Ergebnis. "Er war sozusagen neu für die polizeilichen Datenbanken. Es gab da keine Voreinträge."

Regierungssprecher Steffen Seibert drückte erneut das Entsetzen der Bundesregierung über den Anschlag sowie die Hoffnung auf Genesung der Familie aus China aus. Jeder solle wissen, dass die Sicherheitsbehörden in Deutschland alles täten, um Radikalisierungen frühzeitig zu erkennen. "Wir sind da mit allen Kräften dran. Und dennoch wird es nie eine Situation geben, dass man für ein ganzes Land sagen kann, dass das nie vorkommen kann."

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump und Omarosa: Präsident nennt Ex-Mitarbeiterin "Hund"
Sie kennen sich lange, eine Fernsehshow schweißte sie zusammen: Aber Donald Trump und seine Ex-Mitarbeiterin Omarosa Manigault Newman haben nichts Gutes mehr …
Trump und Omarosa: Präsident nennt Ex-Mitarbeiterin "Hund"
Trump und Omarosa: US-Präsident liefert sich Schlammschlacht mit Ex-Mitarbeiterin
Sie kennen sich lange, eine Fernsehshow schweißte sie zusammen: Aber Donald Trump und seine Ex-Mitarbeiterin Omarosa Manigault Newman haben nichts Gutes mehr …
Trump und Omarosa: US-Präsident liefert sich Schlammschlacht mit Ex-Mitarbeiterin
„Absolut unjournalistisch“: Gauland schießt nach Sommerinterview gegen ZDF-Moderator - der wehrt sich
Alexander Gauland hat dem ZDF ein Sommerinterview gegeben. Es ging um Zukunftsthemen, zu denen der AfD-Chef wenig bis nichts beizutragen hatte. Nun beschwerte sich …
„Absolut unjournalistisch“: Gauland schießt nach Sommerinterview gegen ZDF-Moderator - der wehrt sich
Deutschland nimmt Flüchtlinge von der "Aquarius" auf
Nach tagelanger Irrfahrt des Rettungsschiffs "Aquarius" im Mittelmeer hat Deutschland sich zur Aufnahme eines Teils der 141 Flüchtlinge an Bord bereit erklärt.
Deutschland nimmt Flüchtlinge von der "Aquarius" auf

Kommentare