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Donald Trump und Wladimir Putin - welche Verbindung haben die beiden wirklich?

Belastendes Dokument aufgetaucht

Das steht in den angeblich kompromittierenden Papieren über Trump

Washington - Es ist das Thema in den amerikanischen Medien: Über Donald Trump wurden belastende Informationen veröffentlicht. Mehrere Dokumente mit unbestätigten Vorwürfen stehen dabei im Vordergrund. Doch wie hoch ist der Wahrheitsgehalt?

Den US-Geheimdiensten liegt nach Informationen von Medien Material vor, mit dem der künftige US-Präsident Donald Trump offenbar erpressbar gemacht werden sollte. Nun wurde das vollständige Dokument von dem Nachrichtenportal BuzzFeed veröffentlicht. Die Informationen, deren Wahrheitsgehalt nicht bestätigt ist, seien von russischen Geheimdiensten und Regierungsstellen gewonnen worden. 

Ein ehemaliger britischer Agent des MI6 soll sie im Auftrag von Trumps parteiinternen Rivalen bei den Republikanern und später des Clinton-Lagers zusammengetragen haben, berichteten unter anderem CNN, New York Times und Guardian.

CNN berichtet außerdem, dass die Chefs von FBI, CIA und NSA sowie der nationale Geheimdienstdirektor Trump, den scheidenden Präsidenten Barack Obama und acht führende Parlamentarier vergangene Woche darüber informierten.

Wir haben eine Auswahl der Vorwürfe aus den veröffentlichten Dokumenten für Sie zusammengestellt.

Das steht in den Unterlagen - eine Auswahl

Die vollständigen Dokumente wurden von der Nachrichtenseite BuzzFeed News veröffentlicht. BuzzFeed begründet den überraschenden Schritt damit, dass sich jeder US-Bürger selbst ein Urteil darüber bilden soll. Buzzfeed weist ausdrücklich darauf hin, dass die Echtheit der Papiere nicht bestätigt sei und das Dokument zudem Fehler enthalte. 

Vorwurf 1: Die russische Regierung konspiriert seit Jahren mit Trump 

Den Unterlagen zufolge soll die russische Regierung im Auftrag von Putin selbst seit fünf Jahren die Beziehungen zu Trump pflegen und den künftigen US-Präsidenten direkt unterstützt haben. 

Ziel dieser Unterstützung sei, westliche Allianzen zu schwächen beziehungsweise ganz zu zerstören. Auch innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika sollte so Zwietracht gesät werden. In diese Spaltung hinein wolle Russland wieder zur Weltmacht werden. 

Eine anonyme Quelle aus Russland soll im Juli 2016 eingeräumt haben, dass die russische Regierung mit dem Wahlkampfteam von Donald Trump konspiriere. Beide Seiten hätten ein Interesse daran gehabt, die Gegenkandidatin Clinton aus dem Rennen zu werfen. 

Die Veröffentlichung der E-Mails von Clinton auf WikiLeaks sei Teil dieser Verschwörung. Von der russischen Regierung beauftragte Hacker hätten die Emails zugänglich gemacht. Als Gegenleistung habe Trump den Ukraine-Konflikt weitgehend aus seinem Wahlkampfprogramm ausgeklammert.

Vorwurf 2: Trumps Ex-Wahlkampfmanager soll Gelder vom ukrainischen Ex-Präsidenten erhalten haben. 

Viktor Janukowitsch, der im Februar 2014 gestürzte Präsident der Ukraine, soll laut dem veröffentlichten Dokument Geld an Trumps Wahlkampfmanager Manafort überwiesen haben. Das habe Janukowitsch dem russischen Präsidenten offen mitgeteilt und beteuert, dass die Spuren jedoch nicht zu ihm zurückverfolgt werden könnten.

Paul Manafort ist bekannt für seine geschäftlichen Beziehungen zum pro-russischen Janukowitsch, sowie zu anderen umstrittenen politischen Führern. Manafort trat nach Medienberichten über die Zahlungen elf Wochen vor der US-Wahl zurück. Bislang konnte Manafort keine Korruption nachgewiesen werden.

Vorwurf 3: Geheimdienst soll Aufnahmen von Trump mit Prostituierten im Hotel in Moskau besitzen

Der russische Geheimdienst soll kompromittierendes Material über den künftigen US-Präsidenten gesammelt haben. Mehrere Quellen bestätigen dem Bericht zufolge, dass sich Trump wahrscheinlich im Jahr 2013 in die Präsidentensuite im Ritz-Carlton-Hotel eingemietet haben soll. Trump habe das in dem Wissen getan, dass dort bereits der damalige US-Präsident Obama zusammen mit der First Lady übernachtet hat. Diese seien Trump so verhasst, dass er das Bett in dem sie geschlafen hatten beschmutzen wollte. Dazu habe Trump einige Prostituierte einbestellt, die auf das Bett urinieren sollten. Der Geheimdienst habe das Ganze mit Kameras und Mikrofonen festgehalten und könne den künftigen US-Präsidenten jederzeit mit den Aufnahmen erpressen. An anderer Stelle im Dokument heißt es: Trump hat St. Petersburg mehrmals in der Vergangenheit besucht. Eine lokale Quelle aus dem Dienstleistungsgewerbe berichtet, dass Trump an Sex-Partys in der Stadt teilgenommen hat. Alle direkten Zeugen der Party seien zum Schweigen gebracht worden, also zum Beispiel bestochen oder eingeschüchtert worden.

Hier können Sie selbst das vollständige Dokument einsehen.

Welchen Wahrheitsgehalt hat das Dokument?

Bisher gibt es keine Bestätigung der Echtheit der Vorwürfe, die in dem Dokument gegen Trump erhoben werden. Wie CNN berichtet, untersucht derzeit das FBI das Papier auf Glaubwürdigkeit und Wahrheitsgehalt der Informationen.

Trump hat sich am Mittwoch via Twitter selbst zu Wort gemeldet und dementiert die Gerüchte: 

Auch Moskau dementierte die Berichte. „Das ist vollkommen ausgedacht, es ist eine Ente“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Russland sammle weder Material über Trump noch über dessen demokratische Gegenkandidatin bei der Präsidentenwahl, Hillary Clinton. „Das ist eindeutig ein Versuch, die bilateralen Beziehungen zu stören“, sagte Peskow in Moskau.

vf

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