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Peer Steinbrück findet, man müsse Snowden dankbar sein.

"Wir sollten ihm dankbar sein"

Steinbrück bewundert Snowden

Berlin- SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Respekt und Bewunderung für den Enthüller der US-Ausspähungen, Edward Snowden, geäußert.

„Snowden hat ein Maß an zivilem Ungehorsam gezeigt, das ich bewundere“, sagte Steinbrück der „Welt am Sonntag“. Dem früheren US-Geheimdienstmitarbeiter müsse klar gewesen sein, dass er mit seinem Handeln gegen geltendes Recht in den USA verstoße. „Umso stärker respektiere ich, dass er sein Wissen über die Machenschaften der NSA trotzdem öffentlich gemacht hat.“ Ohne die Zivilcourage des Amerikaners gäbe es die aktuelle Debatte nicht. „Dafür sollten wir Snowden dankbar sein.“

Snowden hatte ans Licht gebracht, dass der US-Geheimdienst NSA im großen Stil die Kommunikation der Bürger in Deutschland überwacht. Umfang und Einzelheiten der Ausspähung sind aber noch immer unklar.

Steinbrück griff Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut scharf an und verlangte von ihr einen offensiveren Umgang mit den USA. Merkel sei im Verhältnis zu den Amerikanern „zu unkritisch“ und gehe mit dem Abhörskandal „mehr als lässlich“ um. Steinbrück sagte, er erwarte von Merkel deutlich mehr Engagement. Die Kanzlerin habe „Schaden vom deutschen Volke abzuwenden“.

dpa

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