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Peer Steinbrück hat Sigmar Gabriel für das Amt des Finanzministers empfohlen.

Steinbrück empfiehlt Gabriel als Finanzminister

Berlin - Der frühere SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich dafür ausgesprochen, dass der SPD-Parteichef Sigmar Gabriel das Bundesfinanzministerium übernimmt.

"Sigmar Gabriel hat in den vergangenen Wochen perfekt agiert und ausgezeichnet verhandelt. Meiner Meinung nach sollte ein Parteichef in einem Kabinett spürbar Einfluss nehmen und deshalb ein wichtiges Ministerium als Vizekanzler übernehmen", sagte Steinbrück der "Bild"-Zeitung (Samstagsausgabe). Das Finanzministerium sei "von zentraler strategischer Bedeutung", da alles, was "relevant für den Haushalt ist", über den Tisch des Finanzministers gehe.

Nach eigenen Angaben wurde Steinbrück sowohl aus der SPD als auch von der CDU gefragt, ob er den Posten übernehmen wolle. Dies habe er jedoch vor der Wahl ausgeschlossen und dazu stehe er nun. Er ließ in dem Interview offen, ob er aus dem Bundestag ausscheiden wird, wenn die SPD-Mitgliederbefragung abgeschlossen ist. "Das werde ich zu gegebener Zeit entscheiden. Ein Abgeordneter trägt schließlich auch eine Verantwortung für seinen Wahlkreis und seine Mitarbeiter", sagte Steinbrück.

Er gab zu, dass ihn die Wahlschlappe weiter beschäftigt. "Es wäre Selbstbetrug zu sagen, dass ich schon alles aufgearbeitet habe", sagte Steinbrück. Zugleich lobte er aber das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen. "Wir haben mehr sozialdemokratische Politik durchgesetzt als ich es vor Beginn der Verhandlungen für möglich gehalten hätte. Ein solches Ergebnis wäre sogar mit den Grünen schwer erreichbar gewesen - und genau diesen Erfolg wollen und werden wir auch den Mitgliedern der SPD vermitteln."

AFP

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