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Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Landtags-Spitzenkandidat Christian Ude wollen die SPD-Basis noch mehr für den Wahlkampf motivieren.

SPD im Wahlkampf

Steinbrück kommt aus der Kurve nach Bayern

München - Die bayerische SPD startet an diesem Samstag offiziell in die heiße Wahlkampfphase. Jetzt soll die SPD-Basis für den Wahlkampf noch mehr motiviert werden

Bei einem kleinen Landesparteitag in München sollen Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Landtags-Spitzenkandidat Christian Ude die Basis für den Wahlkampf motivieren. „Unsere Stimmung ist bestens“, verkündete Generalsekretärin Natascha Kohnen am Dienstag in München. Die Sozialdemokraten hoffen, dass der bisher pannengeplagte Kanzlerkandidat Steinbrück seine Schwächephase überwunden hat. „Da wird ein Kanzlerkandidat kommen, der sich jetzt warmläuft“, sagte Kohnen. „Er kommt wirklich aus der Kurve.“

In den jüngsten Umfragen lag die SPD sowohl im Bund wie in Bayern weit hinter CDU und CSU. Anders als in früheren Wahlkämpfen will die Bundes-SPD die bayerischen Genossen tatkräftig unterstützen. In den kommenden Wochen werden Steinbrück, Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft fast dauerpräsent in Bayern sein.

Im Landtagswahlkampf will die SPD das Thema Verwandtenaffäre warmhalten, obwohl sie selbst betroffen ist. So kandidiert in Schwaben nach wie vor auf Platz eins der SPD-Liste der Abgeordnete Harald Güller, gegen den die Staatsanwaltschaft München ermittelt, weil er mutmaßlich gegen das Abgeordnetengesetz verstoßen hat. Im Leitantrag für den Parteitag heißt es, Ude werde die Staatskanzlei „ordentlich durchlüften und Schluss machen mit Filz und Amigo-Praktiken im Freistaat“. Kohnen versicherte: „Da ist bei uns ein ganz anderer Anstand.“

dpa

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