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Peer Steinbrück bei der Wahlveranstaltung in Nürnberg.

"Haben die Tür zu weit geöffnet"

Steinbrück will 450-Euro-Jobs zurückdrängen

Nürnberg - Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat sich dafür ausgesprochen, die Zunahme von 450-Euro-Jobs zu stoppen. Es gebe zu viele atypische Beschäftigungsverhältnisse.

„Hier haben wir den Fehler gemacht, der Entwicklung zu großen Raum einzuräumen“, sagte Steinbrück am Montagabend bei einer Wahlveranstaltung der SPD in Nürnberg. Dies müsse eingedämmt werden. Das Problem sei, dass inzwischen immer mehr Firmen reguläre Vollzeitstellen in 450-Euro-Jobs zerteilten, um Steuern und Abgaben zu sparen. „Viele Frauen kommen da gar nicht mehr raus“, sagte der SPD-Politiker vor rund 800 Zuhörern.

Sorgen bereiteten ihm auch die im Zuge der Agenda 2010 entstandenen vielen atypischen Beschäftigungsverhältnisse, wie Leiharbeit, befristete Beschäftigungen und andere schlecht bezahlte Jobs. „Hier haben wir die Tür zu weit geöffnet“, räumte er ein. „Wir müssen dazu beitragen, atypische Beschäftigungen wieder zu begrenzen“, sagte Steinbrück. Dazu könnte auch der von der SPD geforderte Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde betragen. Grundsätzlich sei er aber ein Befürworter der vom früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) entworfenen Agenda 2010.

dpa

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