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Frank-Walter Steinmeier fordert eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen Ebola.

"Brauchen internationales Bündnis"

Ebola: Steinmeier fordert engere Zusammenarbeit

Berlin - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat eine bessere internationale Zusammenarbeit bei der Eindämmung der Ebola-Epidemie angemahnt.

"Im gemeinsamen Kampf gegen das unsichtbare Virus kann kein Land alleine erfolgreich sein, hier muss ein internationales Bündnis zusammenstehen", sagte Steinmeier am Sonntagabend bei der Eröffnung des World Health Summit (WHS) in Berlin. "Wenn wir nicht handeln, werden die Folgen - auch für uns in Deutschland - unkalkulierbar", sagte der Außenminister.

Auch die EU müsse "schneller und schlagkräftiger" werden, sagte der SPD-Politiker. Steinmeier will am Montag bei einem Treffen mit seinen EU-Kollegen das gemeinsame Vorgehen im Kampf gegen Ebola abstimmen. Die EU müsse ihre Kräfte bündeln, forderte Steinmeier. "Wir sollten daher mindestens erwägen, auch eine eigene zivile EU-Mission zu entsenden. Dies würde auch Mitgliedstaaten ohne eigene nationale Strukturen vor Ort in Westafrika eine Plattform bieten, medizinisches Personal zu entsenden."

Auch an der Ausbildung freiwilliger Helfer könnten sich mehrere EU-Staaten gemeinsam beteiligten, sagte Steinmeier. Außerdem könne die EU einen "Pool für medizinische und logistische Experten aufbauen", um diese bei akuten Krisen schnell und zielsicher aktivieren zu können.

Beim Weltgesundheitsgipfel in Berlin diskutieren bis zum Mittwoch mehr als tausend Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft über aktuelle Entwicklungen in der Medizin und im Gesundheitswesen. Die Ebola-Epidemie ist in diesem Jahr ein Schwerpunktthema der Konferenz. Für Montag ist ein Sonder-Symposium zur Strategie der internationalen Gemeinschaft im Kampf gegen die Epidemie geplant, an dem auch der Ebola-Beauftragte der Bundesregierung, Walter Lindner, teilnimmt.

AFP

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