Utrecht: Tram-Täter handelte allein - Motiv nun klar

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Bundespräsident Steinmeier in Südkorea

Vor den Olympischen Spielen

Steinmeier erinnert die Koreaner an den Weg zur deutschen Wiedervereinigung

Zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele besucht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Südkorea. Bei seinen Gesprächen geht es auch um Nordkorea. 

Seoul - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist bei seinem Besuch in Südkorea mit Staatschef Moon Jae In zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Gesprächs am Donnerstag in Seoul stand die Bedrohung durch Nordkoreas atomare Aufrüstung. Am Freitag nimmt Steinmeier zusammen mit anderen Staats- und Regierungschefs an der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang teil.

Steinmeier: Bei Nordkorea müsse die Weltgemeinschaft zusammenstehen

„Bei jedem Besuch in Korea werden wir Deutsche daran erinnert, welches Glück uns mit der Wiedervereinigung zuteil wurde“, sagte er laut Redemanuskript am Donnerstag in Seoul. „Wir Deutschen wissen, was es heißt, in einem geteilten Land zu leben.“ Steinmeier schenkte dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In ein Porträt von Willy Brandt, das der Künstler und Schauspieler Armin Mueller-Stahl geschaffen hat. Brandt habe „mit seiner mutigen Ostpolitik den Weg zur deutschen Wiedervereinigung gebahnt“, sagte Steinmeier.

Deutschland sei davon überzeugt, dass der Dialog mit Nordkorea geführt werden müsse. „Er kann aber nur dann erfolgreich sein, wenn der notwendige politische Druck aufrechterhalten bleibt.“ In dieser Frage müsse die Weltgemeinschaft zusammenstehen.

Zum Thema: Steinmeier in Tokio: Druck auf Nordkorea nicht verringern

Steinmeier rief zudem zum Dialog zwischen Nord- und Südkorea auch über die Spiele hinaus auf. Die Wettkämpfe seien eine wertvolle Gelegenheit zum Gespräch, sagte er der südkoreanischen Zeitung „Chosun Ilbo“. Diesen Dialog sollten beide Seiten dann nach den Spielen „fortsetzen, erweitern und vertiefen“.

Gleichzeitig warnte Steinmeier vor Illusionen. Nur durch die strikte Umsetzung der verhängten Sanktionen könne Nordkorea zu ernsthaften Verhandlungen über sein Atomprogramm bewegt werden. „Nordkorea muss verstehen, dass es zuallererst seine Raketentests beenden muss“, sagte der Bundespräsident.

dpa

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