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Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und der französische Außenminister Laurent Fabius.

Kurz vor Klimagipfel in Paris

Steinmeier und Fabius fordern stärkeres Engagement gegen Klimawandel

Dhaka - Deutschland und Frankreich haben mehr internationale Anstrengungen verlangt, um den bevorstehenden Weltklimagipfel in Paris vor einem Scheitern zu bewahren.

Bei einem gemeinsamen Besuch in Bangladesch mahnten die beiden Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Laurent Fabius am Montag zur Verständigung auf ein Abkommen, das die Erderwärmung auf zwei Grad begrenzt. Der Klimagipfel beginnt Ende November.

Steinmeier sagte, trotz aller aktuellen Krisen dürften auch „langfristige Gefahren“ wie die Erderwärmung nicht aus dem Blick verloren werden. „Für uns und alle nachfolgende Generationen ist die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad von entscheidender Bedeutung“, sagte der SPD-Politiker. Zugleich warnte er vor einer neuen Fluchtbewegung. „Der Klimawandel kennt keine Ländergrenzen. Wir wissen, dass sich Millionen Menschen aus ihren Heimatländern aufmachen, wenn der Klimawandel ihre Lebensgrundlage zerstört.“

Bangladesch gehört zu den Staaten, die schon heute stärker als andere unter dem Klimawandel leiden und nach allen Prognosen in den nächsten Jahren vom steigenden Meeresspiegel besonders bedroht sein werden. Mehr als die Hälfte des dicht besiedelten Landes mit 164 Millionen Einwohnern liegt weniger als zwölf Meter über dem Meer.

dpa

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