Gescheitertes Friedensabkommen

Steinmeier: Nein zu Kolumbien-Votum ist böse Überraschung

Berlin - Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat nach dem überraschenden Nein der Kolumbianer zum Friedensabkommen mit der Farc-Guerilla die Regierung Kolumbiens zum Kurshalten aufgerufen.

„Der Ausgang des Referendums über den Friedensvertrag in Kolumbien ist eine böse Überraschung und eine riesige Enttäuschung“, erklärte der SPD-Politiker am Montag.

„Die politisch Verantwortlichen sind es den Opfern und ihren Familien jetzt schuldig, dass die gerade erst geschöpfte Hoffnung auf Frieden nun nicht wieder zerstört wird“, erklärte Steinmeier. Präsident Juan Manuel Santos und die Farc müssten am Frieden festhalten. „Das Referendum ist verloren - ich hoffe dennoch, dass es gelingt, den Frieden zu gewinnen.“

Die Kolumbianer hatten in einer Volksabstimmung am Sonntag das Friedensabkommen der Regierung mit der Farc mit einer knappen Mehrheit von 50,21 Prozent abgelehnt. Der Vertrag war vor einer Woche im Beisein vieler Staats- und Regierungschefs und des UN-Generalsekretärs Ban Ki Moon unterzeichnet worden. Die Farc hat noch rund 8000 Kämpfer unter Waffen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Archivbild)

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Petry: Bürgerliche Wähler wenden sich von AfD ab
Leipzig (dpa) - AfD-Chefin Frauke Petry sieht die Wähler durch den Richtungsstreit in ihrer Partei verunsichert. Mit Blick auf heftig kritisierte Aussagen wie die von …
Petry: Bürgerliche Wähler wenden sich von AfD ab
Wahlkampf-Finale in München: Wie heftig werden die Anti-Merkel-Proteste?
Am Freitag findet auf dem Münchner Marienplatz das Wahlkampf-Finale der Unions-Parteien statt. Wie heftig werden die Proteste gegen Kanzlerin Angela Merkel?
Wahlkampf-Finale in München: Wie heftig werden die Anti-Merkel-Proteste?
Brexit: London bietet angeblich 20 Milliarden Euro
Streit ums liebe Geld: Macht Premierministerin Theresa May in ihrer Grundsatzrede in Florenz der EU ein gutes Scheidungsangebot? Nach den Worten des umstrittenen …
Brexit: London bietet angeblich 20 Milliarden Euro
Mutmaßlicher IS-Sympathisant gibt Anschlagspläne gegen Polizisten zu
Der im Februar festgenommene mutmaßliche IS-Sympathisant gestand, dass er Polizisten oder Soldaten mit einem selbstgebauten Sprengsatz töten wollte. Neben dem …
Mutmaßlicher IS-Sympathisant gibt Anschlagspläne gegen Polizisten zu

Kommentare