Nach brutaler Vergewaltigung: Dritter Täter verhaftet

Nach brutaler Vergewaltigung: Dritter Täter verhaftet
+
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier

SPD-Fraktions-Chef beklagt

Steinmeier: Immer mehr Hass auf Religion

Berlin - In Deutschland haben nach Einschätzung von SPD-Fraktions-Chef, Frank-Walter Steinmeier „antireligiöse Affekte und areligiöse Einstellungen“ zugenommen.

Das gelte auch für die SPD, sagte Steinmeier am Freitag in Berlin bei einer Veranstaltung der Evangelischen und der Katholischen Akademie aus Anlass des 150-jährigen Bestehens der Sozialdemokratie. Während der Beschneidungsdebatte des vergangenen Jahres sei ihm nicht selten „schlichtes Unverständnis“ dafür begegnet, dass religiöse Riten auch Ausdruck der Freiheit sein könnten.

Der katholische Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, sagte, für die Kirchen sei die verbreitete Unkenntnis über religiöse Themen eine große Herausforderung. Während der Beschneidungsdebatte habe er auch viele Diskussionen erlebt, bei denen die Berechtigung etwa der Kindertaufe angezweifelt worden sei. Die Kirchen müsse „für einen positiv begründeten Freiheitsbegriff kämpfen“, betonte der Bischof. An die Sozialdemokraten äußerte er die Erwartung, dass sie auch künftig ihre Grundwerte Gerechtigkeit und Solidarität zu Themen in der Gesellschaft machen und dabei eine „bewusste Internationalisierung vorantreiben“ sollten.

Sie waren die Chefs der SPD

Sie waren die Chefs der SPD

Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse hatte zuvor den „langen Weg zu einem partnerschaftlichen Verhältnis“ zwischen der SPD und den Kirchen nachgezeichnet. In den ersten Jahrzehnten habe es einen „alltäglichen Atheismus“ in der Arbeiterbewegung gegeben, allerdings sei die SPD nie wie in der DDR die SED eine Partei des „obligatorischen Atheismus“ gewesen. Mit dem Godesberger Programm von 1959 habe die SPD sich von der Vorstellung einer Klassen- und Weltanschauungspartei gelöst. Heute seien 73 Prozent der SPD-Mitglieder auch Mitglied einer Kirche, der Anteil liege damit höher als in der Gesamtbevölkerung. Dies, so Thierse, der selbst Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist, sei nicht verwunderlich, da gerade der christliche Glaube auch zum politischen und gesellschaftlichen Engagement motiviere.

kna

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

TV-Duell: ARD will sich keine Bedingungen mehr diktieren lassen
Das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz brachte ein Patt - und Frust über das Konzept. Nun will sich die ARD nicht mehr von den Kandidaten in ihre Pläne …
TV-Duell: ARD will sich keine Bedingungen mehr diktieren lassen
Maas wirft Altmaier „Wahlkampfhilfe für die AfD“ vor
Kurz vor der Wahl sorgt der Umgang mit der AfD für Zoff im Bundeskabinett. Justizminister Heiko Maas hält dem Kollegen Peter Altmaier „Wahlhilfe“ für die Partei vor.
Maas wirft Altmaier „Wahlkampfhilfe für die AfD“ vor
Streit mit Le Pen: Front-National-Vize verlässt Partei
Frankreichs Rechtspopulisten sind zerstritten: Zunächste entmachtete Front-National-Chefin Le Pen ihren Vize - nur wirft er das Handtuch. Grund ist ein Richtungsstreit.
Streit mit Le Pen: Front-National-Vize verlässt Partei
Mordprozess: Erwartete der Reichsbürger die Polizei? 
Der sogenannte Reichsbürger aus Georgensgmünd hat nach Angaben eines Zeugen mit einem Polizeieinsatz im Zusammenhang mit seinen Waffen gerechnet.
Mordprozess: Erwartete der Reichsbürger die Polizei? 

Kommentare