Steinmeier will nach der Wahl weitermachen

Augsburg - Der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier kann sich einen Verbleib in dieser Funktion auch nach der Bundestagswahl vorstellen.

„Ich habe nicht die Absicht, mich aus der vorderen Reihe zurückzuziehen“, sagte er der „Welt am Sonntag“ vor dem Bundesparteitag in Augsburg. Er sei gerne Fraktionsvorsitzender. Über Funktionen nach der Wahl werde aber geredet, wenn die Zeit reif dafür sei. Zweieinhalb Jahre nach der Nierentransplantation gehe es ihm und seiner Frau mit einigen Aufs und Abs im Ganzen gut.

Angesichts der schlechten Umfragewerte appellierte Steinmeier an den Kampfgeist seiner Partei. „Wahlkampf kommt von kämpfen. Das können wir besser als die anderen.“ Die Bundesregierung von Union und FDP biete genug Angriffsflächen. „Schwarz-Gelb ist dabei, den Reformvorsprung, den die Schröder-Regierung mit Risiko und eigenen Opfern erarbeitet habe, zu verfrühstücken“, sagte Steinmeier.

Die SPD habe hat einen holprigen Wahlkampfstart gehabt und dennoch die Landtagswahl in Niedersachsen gewonnen. „Wir haben gezeigt, dass wir gewinnen können, wenn wir gemeinsam kämpfen“, sagte er. Die im Wahlprogramm geforderte Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 49 Prozent verteidigte Steinmeier. Wer Schulden abbauen und in die Zukunft investieren wolle, müsse den Menschen ehrlich sagen, dass dies kein Tabu sein könne.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Spektakuläre Aktion: Aktivisten überkleben Logo an CSU-Zentrale 
Die CSU ist am Mittwoch Opfer einer besonderen Art der Demonstration geworden. Aktivisten überklebten das Logo an der Zentrale mit dem CDU-Schriftzug. Und sie kündigten …
Spektakuläre Aktion: Aktivisten überkleben Logo an CSU-Zentrale 
In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache
Spanische Flüchtlingsretter haben vor der libyschen Küste eine tote Frau und ein totes Kleinkind in einem kaputten Schlauchboot gefunden.
In kaputtem Schlauchboot im Meer zurückgelassen - Schwere Vorwürfe gegen libysche Küstenwache
Heimliche Botschaften: So raffiniert setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump
Die Queen ist zu politischer Neutralität verpflichtet. Dennoch findet sie immer wieder Mittel und Wege um ihre Meinung kundzutun. So auch bei ihrem Treffen mit Donald …
Heimliche Botschaften: So raffiniert setzte die Queen Seitenhiebe gegen Trump
Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne - „geht gegen mich und meine Partei“ 
Im Asylstreit übt Kardinal Marx Kritik an Markus Söder und Horst Seehofer. Der Innenminister sieht sich als Opfer einer Kampagne. Alle Neuigkeiten im News-Ticker.
Seehofer sieht sich als Opfer einer Kampagne - „geht gegen mich und meine Partei“ 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.