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Stellenanzeige, Grafik des Bundesrates

Schlüpfrige Aufforderung

„Wir suchen Dich“: Stellenanzeige des Bundesrats geht gründlich in die Hose - Twitter-User drehen durch

Der Hinweis auf eine Stellenanzeige sorgt in den Weiten des Internets für Aufruhr. Schuld ist eine Botschaft des Bundesrates, dessen Digitalsparte sicher anderes im Sinn hatte.

Berlin - Auf politischer Ebene stehen in der nächsten Zeit eine Menge Aufgaben an. Hierfür befindet sich der Bundesrat auf der Suche nach Verstärkung für sein Sekretariat, das die oberste Bundesbehörde in verschiedenen Ausschussbüros unterstützt. Eine Anstellung im öffentlichen Dienst - es gibt sicher schlimmeres, gerade im Hinblick auf die Altersvorsorge. 

Weil mittlerweile auch in den sozialen Netzwerken Werbung für eine Stellenanzeige nicht unüblich ist, trauten kürzlich viele Twitter-Nutzer aufgrund einer eigentlich eher unscheinbaren Grafik ihren Augen nicht so recht!

Bundesrat wirbt: „Wir sucken dick“ - Was eigentlich gemeint ist

Um eines vorweg zu nehmen: Eine böse Absicht kann man der entsprechenden Grafik-Abteilung des Bundesrats sicherlich nicht unterstellen, denn eigentlich ist die Idee doch nett: „WIR SUCHEN DICH“, ist auf drei kleinen Schildchen zu lesen, die eine Hand mit lackierten Fingernägeln in das Bild hält. Doch da hat die digitale Sparte des Bundesrats die Rechnung ohne die Twitter-Schar gemacht. Denn viele Reaktionen auf den Tweet gehen auf etwas ein, was dort aufgrund einer etwas unvorteilhaft gewählten Schriftart - vermeintlich - statt der eigentlichen Message zu lesen ist. 

„WIR SUCKEN DICK“ wird interpretiert, und eines kann man festhalten: Es gehört nicht einmal viel Fantasie dazu, um tatsächlich diese schlüpfrige Botschaft zu lesen. Hier ist der entsprechende Tweet - entscheiden Sie selbst, inwieweit man dieser Einladung folgen kann, ohne dabei an die missinterpretierte Botschaft zu denken:

Die Antworten sind natürlich dementsprechend humorvoll. 

- „Ganz ehrlich, ich dachte, das wäre Absicht und da stünde wirklich ‚Wir sucken dick‘. Erst, als ich die Kommentare gelesen und nochmal genau hingesehen hab, wurde mir klar, dass da eigentlich was anderes steht.“ 

- „Sehr schön zu sehen, dass die sexuelle Belästigung wenigstens angekündigt wird. Das ist ein guter Schritt nach vorne. Gut gemacht.“

Andere zweifeln an der Tauglichkeit des zuständigen Grafikdesigners, ein anderer sieht den positiven Aspekt im Zuge einer deutlich erhöhten Reichweite: 

Sie fühlen sich von der Stellenanzeige nicht abgeschreckt und möchten sich bewerben? Dann schreiben Sie eine kreative Bewerbung, die unter allen anderen heraussticht.

Lesen Sie auch: Kunden-Posts fallen in den sozialen Medien schon mal heftiger aus. Dass Mitarbeiter der großen Firmen ausfällig werden ist eher ein Einzelfall - ereignet hat sich ein solcher nun bei DHL.

PF

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