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Das Bundesverfassungsgericht verhandelt über Sterbehilfe-Verbot.

Verfassungsbeschwerden

Sterbehilfe vor Verfassungsgericht: Beschwerdeführer kritisiert Gesetz als inhuman

Die gesetzliche Regelung zur Sterbehilfe ist nach Meinung des Beschwerdeführers inhuman. Das Bundesverfassungsgericht verhandelt über mehrere Beschwerden.

Karlsruhe - Die  gesetzliche Regelung verweise Menschen, die ihr Leben wegen einer unerträglicher Krankheit selbst beenden möchten, auf die Unterstützung von Laien, sagte der Bevollmächtigte Bernd Hecker am Dienstag in einer Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe.

Für viele Betroffene sei ärztliche Unterstützung beim Suizid auch deswegen alternativlos, weil ihnen Verwandte nicht zur Verfügung stehen oder stehen wollen, sagte Christoph Knauer als Bevollmächtigter eines Beschwerdeführers. „Das Gesetz steht in keinem Verhältnis zur Einschränkung des Klägers“, sagte Knauer.

Sterbehilfe: Senat verhandelt über Verfassungsbeschwerden

Der Zweite Senat verhandelt über mehrere Verfassungsbeschwerden gegen den Paragraf 217, der Sterbehilfe als Dienstleistung unter Strafe stellt. Mit dem Paragrafen 217 des Strafgesetzbuchs wollte der Gesetzgeber verhindern, dass Suizidhilfe-Vereine wie Sterbehilfe Deutschland oder Dignitas aus der Schweiz ihre Angebote für zahlende Mitglieder ausweiten. Außer solchen Vereinen klagen in Karlsruhe aber auch Palliativmediziner und andere Ärzte.

Aktuell ist aktive Sterbehilfe in Deutschland strafbar. Wer einen anderen Menschen auf dessen Wunsch hin töte, kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden.

Aufsehen erregte unter anderem der Fall des 104 Jahre alten David Goodall. Er ging in die Schweiz um Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen.

dpa

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