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Stimmzettel bei der Bundestagswahl 2021 richtig ausfüllen: Begehen Sie nicht diesen Fehler

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Von: Lena Bammert

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Beim Ausfüllen des Stimmzettels gibt es ein paar Dinge zu beachten.
Beim Ausfüllen des Stimmzettels gibt es ein paar Dinge zu beachten. © Arnulf Hettrich via www.imago-images.de

Wann wird der Stimmzettel bei der Bundestagswahl 2021 ungültig? Bestimmte Fehler sollten Sie beim Ausfüllen nicht machen. Alle Infos zu Erst- und Zweitstimme.

Berlin – Der Deutsche Bundestag wird alle vier Jahre gewählt. Damit er funktioniert braucht er Abgeordnete. Diese werden von den wahlberechtigten Menschen bei der Bundestagswahl per Stimmzettel gewählt. Die Abgeordneten wählen anschließend die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler, daraufhin werden Regierungskoalitionen gebildet. Die Wähler und Wählerinnen sind deshalb dazu aufgefordert ihre Stimmen abzugeben - per Briefwahl oder eben vor Ort im Wahllokal. Immer mit dabei: der Stimmzettel. Auch bei der Bundestagswahl 2021 nimmt er wieder einen wichtigen Stellenwert ein. Wir klären die wichtigsten Fragen und zeigen, worauf Sie bei der Stimmabgabe achten sollten. (Wahldaten, Liveticker am Wahl-Abend, Hintergrundberichterstattung - alle Infos rund um die Bundestagswahl 2021 bekommen Sie in unserem Politik-Newsletter.)

Bundestagswahl 2021: Erst- und Zweitstimme auf dem Stimmzettel

Das Einfache zu Beginn: Gewählt wird durch Ankreuzen. Bei der Wahl zum Bundestag besitzt jeder Wähler und jede Wählerin eine Erst- und eine Zweitstimme. Die Erststimme wählt dabei einen Direktkandidaten oder eine Direktkandidatin im jeweiligen Wahlkreis, die Zweitstimme wählt eine Partei. Die Zweitstimme ist für die Regierungsbildung besonders wichtig, da durch sie die Mehrheitsverhältnisse anhand der prozentualen Stimmanteile abgebildet werden. Stichwort Fünf-Prozent-Hürde: Parteien, die in den Bundestag einziehen wollen, müssen mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen bekommen.

Ungültiger Stimmzettel bei der Bundestagswahl 2021: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Der Stimmzettel ist relativ übersichtlich in zwei Seiten geteilt. Links ist dabei die Liste der Bewerber und Bewerberinnen des dazugehörigen Wahlkreises in Schwarz gedruckt. Auf der rechten Seite befindet sich in Blau die Landesliste mit den zur Wahl zugelassenen Parteien sowie die ersten fünf Bewerber- und Bewerberinnennamen. Die Liste für die Erststimme ist also schwarz, die für die Zweitstimme blau.

Pro Liste darf nur ein Kreuz gesetzt werden, ansonsten wird der Stimmzettel ungültig. Die Listen sind dabei aber unabhängig zu bewerten. Bedeutet: Wird mehr als ein Direktkandidat angekreuzt, aber nur eine Partei gewählt, so verfällt die Erststimme, die Zweitstimme bleibt aber gültig - und vice versa. Des Weiteren dürfen keine Anmerkungen oder Ähnliches auf den Stimmzettel geschrieben werden, sonst wird dieser ebenfalls ungültig.

Stimmabgabe im Wahllokal: So funktioniert die Abstimmung bei der Bundestagswahl

Wahlberechtigte können ihren Stimmzettel entweder Zuhause per Briefwahl oder vor Ort in einem Wahllokal ausfüllen und abgeben. Bei ersterer Option landet der Stimmzettel erstmal im Briefkasten, bei zweiterer in der Wahlurne. Im Vorfeld der Wahl, spätestens am 21. Tag vor der Wahl sollten alle wahlberechtigten Bürger und Bürgerinnen eine Wahlbenachrichtigung erhalten haben. Auf dieser finden sich Angaben zum Wahltag und zur Wahlzeit, aber vor allem auch zum Wahlort. Zudem ist dort auch aufgeführt, ob das jeweilige Wahllokal barrierefrei zugänglich ist. In dem Wahllokal angekommen, müssen dann nur noch die Kreuze gesetzt sowie der Stimmzettel gefaltet und eingeworfen werden. Die Wahllokale haben am Tag der Wahl von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

Wenn Sie sich noch unsicher bezüglich Ihrer Stimmabgabe sein sollten, kann Sie der Wahl-O-Mat eventuell unterstützten. Das Wahl-Tool zeigt Ihnen auf, mit welchen Parteien Sie viele Übereinstimmungen haben. Einen Überblick über die aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl 2021 bieten wir Ihnen ebenfalls an.

Bundestagswahl 2021: Informationen zur Briefwahl

Alternativ zur Wahl im Wahllokal können Sie ihre Stimme auch per Briefwahl abgeben. Dazu musste im Vorfeld ein Wahlschein bei der jeweiligen Gemeinde beantragt werden. Der Wahlscheinantrag kann beim Wahlamt der Gemeinde abgeholt oder auf der dazugehörigen Internetseite heruntergeladen werden. Alternativ können Sie auch das bereits abgedruckte Muster auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung verwenden. Per Telefon konnte die Briefwahl allerdings nicht beantragt werden. Der Antrag musste außerdem bis zum 24. September 2021 um 18 Uhr beim jeweiligen Wahlamt eingetroffen sein.

Die Unterlagen der Briefwahl enthalten einen Wahlschein, Stimmzettel, blauen Stimmzettelumschlag sowie einen roten Briefwahlumschlag. Die Stimmabgabe auf dem Stimmzettel funktioniert genau wie bei der Abgabe im Wahllokal. Allerdings müssen bei der Stimmabgabe per Briefwahl noch einige weitere Sachen beachtet werden.

Auf Merkur.de erfahren Sie vorab immer aktuell, was die Umfragen für die Bundestagswahl 2021 sagen. Darüber hinaus versorgen wir Sie mit allen wichtigen Daten und Zahlen auf unserer interaktiven Karte mit allen Ergebnissen für Wahlkreise und Gemeinden. (leb)

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