+
Trauer um die Attentats-Opfer in Stockholm

Infos an „Partner im Westen“

Stockholm-Attentat: Hatte Usbekistan vorab gewarnt?

Taschkent/Stockholm - Vier Todesopfer hatte das Attentat von Stockholm gekostet. Usbekistan behauptet nun: Man habe den Westen vorab vor dem mutmaßlichen Täter gewarnt.

Die Regierung von Usbekistan hat nach eigenen Angaben vorab vor der Radikalisierung des mutmaßlichen Stockholm-Attentäter Rachmat Akilow gewarnt. Außenminister Abdulasis Kamilow sagte am Freitag in Taschkent, seine Regierung habe "Informationen über die Umtriebe von Rachmat Akilow an einen unserer Partner im Westen übermittelt, damit dann Schweden darüber informiert wird". An welchen westlichen Partner die Informationen übermittelt wurden, sagte Kamilow nicht. 

Bei diesen Informationen soll es dem Minister zufolge auch um Kontakte Akilows zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gegangen sein. Eine Sprecherin des schwedischen Außenministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP, derartige Informationen aus Usbekistan seien nicht eingegangen. 

Vom IS rekrutiert

Der 39-jährige Usbeke Akilow soll am Freitag vergangener Woche bei dem Lkw-Anschlag in der Stockholmer Innenstadt vier Menschen getötet haben. Er wurde wenige Stunden später festgenommen und befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Nach Angaben seines Anwalts ist er geständig. 

Nach Angaben des usbekischen Außenministers radikalisierte Akilow sich, nachdem er 2014 nach Schweden gekommen war. "Während seines Aufenthalts im Ausland wurde er über das Internet von Emissären des Islamischen Staats rekrutiert", sagte der Minister. Akilow habe daraufhin versucht, Landsleute zur Reise ins Bürgerkriegsland Syrien zu bewegen und sie zu "Gewaltakten gegen usbekische Behörden" anzustiften.

Ausnahmezustand in Stockholm: Lkw fährt durch Fußgängerzone - Bilder

AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schwesig mahnt nach Krawallen von Rostock-Lichtenhagen
Die Bilder des brennenden Sonnenblumenhauses in Rostock-Lichtenhagen gingen 1992 um die Welt. 25 Jahre später ist dort vieles anders. In der Stadt gibt es mittlerweile …
Schwesig mahnt nach Krawallen von Rostock-Lichtenhagen
Krankenkassen-Reserven steigen auf 17,5 Milliarden
Trotz aller Unkenrufe hat die gesetzliche Krankenversicherung am Ende der Legislaturperiode volle Kassen. Damit dürften Beitragserhöhungen für die Versicherten in …
Krankenkassen-Reserven steigen auf 17,5 Milliarden
Terrorist gesteht Plan zum Anschlag auf die Sagrada Familia
Auch die weltberühmte Basilika Sagrada Familia und weitere Gebäude Barcelonas sollten in die Luft gejagt werden. Das habe der 21-jährige Mohamed Houli Chemlal nach …
Terrorist gesteht Plan zum Anschlag auf die Sagrada Familia
Kein Fortschritt für inhaftierte Deutsche in der Türkei
Mehrere Deutsche sind in der Türkei in Haft. Die Botschaft kümmert sich um sie. Doch ein grundsätzlicher Fortschritt ist nicht in Sicht.
Kein Fortschritt für inhaftierte Deutsche in der Türkei

Kommentare