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Ex-CSU-Chef Edmund Stoiber.

Kommentar von Werner Menner

Stoiber für Annäherung an Russland: Frage der Vernunft

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München - Wladimir Putin ist einer der Mächtigsten der Welt. An ihm führt bei Lösungen für den Nahost-Konflikt kein Weg vorbei. Ein Kommentar von Werner Menner.

Darüber, ob der Kremlchef wirklich ein „lieber Wladimir“ ist, wie Edmund Stoiber in seinem Brief nach Moskau schreibt, lässt sich sicher streiten. Nicht aber darüber, dass Putin einer der Mächtigsten der Welt ist, eine Schlüsselfunktion innehat, und an ihm bei Nahost-Lösungen kein Weg vorbeiführt. So wichtig es war, Putin im Ukraine-Konflikt die (ohnehin nicht sehr scharfen) westlichen Zähne zu zeigen, so richtig ist es jetzt, den russischen Präsidenten wieder ins Boot zu holen, um im Orient zu einer Lösung zu kommen. Es ist eine Frage der Vernunft.

Es geht nicht nur um Syrien, Russland oder den IS, es geht um Europa. Es ist der Terror im Orient, der die längst zum Prüfstein für die EU und die Demokratie gewordene Flüchtlichswelle ausgelöst hat. Und es sind die aus dem Orient importierten perversen Heilsvorstellungen, die verblendete Islamisten in Europa morden lassen. Eine Herausforderung also, der auf breiter Front begegnet werden muss. Mit Russland, mit den USA und mit massivem Druck auf die Geldgeber und Unterstützer der Terroristen. Wo sie sitzen, wissen die Großmächte genau.

Russland gehört Jahren zu den Terrorzielen. Er dürfte die ausgestreckte Hand des Westens ergreifen. Alleingänge sind selten zielführend. Die jüngste Vergangenheit lehrt es.

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