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CSU-Ehrenvorsitzender Edmund Stoiber.

Interview mit Ex-CSU-Chef

Stoiber: Der Islam gehört nicht zu Deutschland

München - Der Ehrenvorsitzende der CSU, Edmund Stoiber, positioniert sich im Gespräch mit "Bild" klar gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Nur Muslime gehörten zu Deutschland.

"Ich mache mir diesen Satz nicht zu eigen": Damit hat der CSU-Ehrenvorsitzende und frühere Bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber im Interview mit der "Bild"-Zeitung Kanzlerin Angela Merkel (CDU) klar widersprochen, wonach der Islam zu Deutschland gehöre. 

Er spezifizierte: Die Muslime gehörten zu Deutschland, nicht der Islam. "Der Islam ist kein Kernbestand der deutschen Kultur und prägt auch nicht unsere Geistesgeschichte und Tradition.“ 

Erst kürzlich hatte die Bundeskanzlerin erklärt, sie halte nichts von Diskussionen darüber, ob die Muslime oder der Islam zu Deutschland gehörten. 

"Wenn darüber gesprochen wird, dass sich Deutschland verändert, dann muss eines klar sein: Wir Deutsche haben eine gewachsene Leitkultur, die auch im Grundgesetz festgeschrieben ist: Toleranz, Presse- und Religionsfreiheit und zum Beispiel unser Verhältnis zu Israel", erklärt Stoiber seine Aussage. Diese Leitkultur des Grundgesetzes könne nicht zur Disposition stehen - ganz gleich, wie viele Zuwanderer nach Deutschland kämen.

Auch von Zwang anderer EU-Staaten zur Aufnahme von Flüchtlingen hält Stoiber nichts: Das sei ein "europapolitischer Irrweg", sagt er hinsichtlich des für Mittwoch geplanten EU-Sondergipfels zur Flüchtlingskrise. Der Grund: Solche Vorschläge würden die Spaltung Europas vertiefen. 

"Wenn Deutschland mit erhobenem Zeigefinger Osteuropa und andere Länder belehren will, wecken wir den Widerstand, den wir eigentlich überwinden wollen." Er warne auch jeden, der glaubt, Eingriffe in souveräne Rechte von Staaten mit Mehrheitsentscheidungen in Brüssel erzwingen zu können. "So ruiniert man die europäische Idee.“ 

Es sei zu akzeptieren, wenn einige EU-Länder erklärten, sie wollten keine „bunte Gesellschaft", so Stoiber.

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Interview: Stoiber warnt vor Scheitern Europas

mm

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