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Ministerpräsident und CSU-Chef Franz Josef Strauß (l) im Gespräch mit CSU-Generalsekretär Edmund Stoiber anlässlich des CSU-Parteitages 1979 in München

25 Jahre nach FJS-Tod

Stoiber: Strauß saß mit Pistole bei mir daheim

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München  - 25 Jahre nach dem Tod von Franz Josef Strauß hat die CSU an ihren Übervater erinnert. Amtsnachfolger Stoiber erinnerte sich, wie der vom RAF-Terror bedrohte Strauß mit einer Pistole bei ihm daheim saß.

Niemand in Deutschland habe so unbeugsam für die deutsche Wiedervereinigung gekämpft, sagte der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) am Mittwoch bei einem Festakt in der Hanns-Seidel-Stiftung in München. Er erinnerte dabei auch an einen Satz aus einer mehr als dreistündigen Strauß-Rede von 1972 in der CSU-Landtagsfraktion: „Zur Not müssen die Bayern die letzten Preußen sein.“

Strauß sei durch schreckliche Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg geprägt worden und habe später in der Regel eine Pistole dabei gehabt, sagte Stoiber laut Redemanuskript. „Und selbst wenn er bei meiner Frau Karin und mir zu Hause zu Gast war - das kam relativ häufig vor - setzte er sich immer so, dass er die Türe im Blick hatte. Ich sehe ihn noch da sitzen, mit seiner Pistole in der Ecke des Zimmers. Das ist wohl nur für denjenigen nachvollziehbar, der selbst Lebensgefahr erlitten hat.“

Zur Zeit des linksradikalen RAF-Terrors galt Strauß als einer der meistgefährdeten Menschen der Bundesrepublik. Wie die Strauß-Kinder 2008 gegenüber der "Bild"-Zeitung erstmals bekanntgaben, habe Terroristin Verena Becker 1977 im Hochhaus gegenüber des Wohnsitzes der Famile eine konspirative Wohnung angemietet. "Dort sind die Terroristen eingezogen und haben unsere Wohnung mit Ferngläsern beobachtet, uns ausgespäht" erzählte Tochter Monika Hohlmeier. Es seien sogar Pläne gefunden, worden die eine Sprengstoff-Attacke die Wohnung der Strauß Familie mit Modellflugzeugen vorsahen.  

Vor 25 Jahren: Bayern weint um Franz Josef Strauß

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Strauß war von 1961 bis zu seinem Tod am 3. Oktober 1988 CSU-Chef. Der Vorsitzende der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung, Hans Zehetmair, sagte, der Umgang mit der Person Strauß habe früher zwischen Heldenverehrung und Dämonisierung geschwankt. Jetzt sei die Zeit gekommen für eine ausgewogene Betrachtung.

Am Mittwochabend war ein Gottesdienst in der Münchner Michaelskirche geplant, anschließend ein Empfang von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) in der Residenz. In der Familiengruft von Strauß in Rott am Inn will Seehofer an diesem Donnerstag einen Kranz niederlegen.

lby/fro

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