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Pornodarstellerin Stormy Daniels verklagt Donald Trump wegen Verleumdung.

Streit geht weiter

Ein Tweet zu viel? Stormy Daniels verklagt Trump wegen Verleumdung

Der Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und der Pornodarstellerin Stormy Daniels geht weiter. Nun geht es um Verleumdung in einem Twitter-Post.

Washington/New York - Stormy Daniels lässt nicht locker: Die Pornodarstellerin reichte am Montag eine Verleumdungsklage gegen US-Präsident Donald Trump ein, mit dem sie vor zwölf Jahren nach eigenen Angaben eine Affäre hatte. Anlass für die Klage der Darstellerin, die mit wahrem Namen Stephanie Clifford heißt, war ein Tweet des Präsidenten vor zwei Wochen, in dem er ihr falsche Behauptungen vorwarf.

Trump habe Millionen Twitter-Follower mit Falschbehauptung beliefert

In dieser Twitter-Botschaft habe der Präsident "verleumderische" Behauptungen über Daniels aufgestellt, heißt es nun in der Klage. "Herr Trump hat sein nationales und internationales Millionenpublikum genutzt, um Frau Clifford mit Falschbehauptungen zu verunglimpfen und anzugreifen."

Der Präsident habe Clifford durch seine Falschaussagen einen Schaden zugefügt, über dessen Höhe das Gericht befinden müsse, der aber über 75.000 Dollar (62.000 Euro) liege, heißt es in der Klage weiter. Sie wurde vor einem Gericht in New York eingereicht.

Trumps Twitter-Äußerung bezog sich auf eine von Clifford und ihrem Anwalt veröffentlichte Phantomzeichnung eines Mannes, der Clifford vor Jahren mit Gewalt gedroht haben soll. Damit habe sie zum Schweigen über ihr sexuelles Abenteuer mit Trump 2006 gebracht werden sollen, vermutet Clifford. Von dem Abenteuer mit Trump und dem späteren Einschüchterungsversuch berichtete sie auch in einem TV-Interview.

Der Präsident zog die Angaben öffentlich in Zweifel. Die Phantomzeichnung sei "ein totaler Beschiss", schrieb Trump Mitte April auf Twitter. Die Veröffentlichung solle "die Falschnachrichten-Medien zum Narren halten" - was diese Medien auch wüssten. Das Porträt zeige einen "nicht-existenten Mann".

Verschwiegenheitsvereinbarung vor Präsidentschaftswahl unterzeichnet

Clifford hatte zwölf Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 eine Vereinbarung mit Trumps Anwalt Michael Cohen unterzeichnet, in der sie sich verpflichtete, das angebliche Abenteuer nicht auszuplaudern. Im Gegenzug zahlte Cohen ihr 130.000 Dollar (nach heutigem Wert 105.000 Euro).

An die Stillhaltevereinbarung fühlt sich Clifford inzwischen nicht mehr gebunden, sie liegt darüber mit Cohen im Rechtsstreit. Die Zahlung ist insofern brisant, als es sich um eine illegale Wahlkampfspende an Trump handeln könnte.

Das Weiße Haus hat bestritten, dass Trump eine sexuelle Eskapade mit der Pornoschauspielerin hatte. Der Präsident selbst hatte sich bislang mit öffentlichen Äußerungen über Clifford zurückgehalten. Er bestritt Ende März jedoch, von der Zahlung an die Schauspielerin gewusst zu haben.

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AFP

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