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Strack-Zimmermann will Bundeswehr mit weniger Bürokratie

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FDP-Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann
FDP-Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann © Fabian Sommer / dpa

Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) verlangt einen Abbau der Bürokratie im Beschaffungswesen der Bundeswehr.

Berlin - «Der Jahresbericht der Wehrbeauftragten hat gezeigt, dass es weiter stark bei Ausstattung, Ausbildung und Weiterentwicklung der Soldatinnen und Soldaten hapert und inzwischen auch die materielle Ausstattung im Einsatz mehr als schlecht ist», sagte Strack-Zimmermann der Deutschen Presse-Agentur mit Hauptsitz in Hamburg. Die von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verkündete «Zeitenwende» müsse genutzt werden, um dies zu ändern.

Neben der geringen Einsatzbereitschaft von Großgerät herrsche bei der persönlichen Ausstattung nach wie vor großer Mangel, sagte die FDP-Politikerin. Dort müsse eine Priorität liegen. «Zudem muss die Bundeswehr sich wieder auf ihre Kernaufgabe, nämlich die Landes- und Bündnisverteidigung, konzentrieren», sagte Strack-Zimmermann. «Die Bundeswehr hat bei Corona gern geholfen. Jetzt muss es aber wieder um die Ausbildung gehen.»

Kommunen und Länder wie Berlin müssten lernen, nicht immer sofort nach der Bundeswehr zu rufen, sondern den zivilen Katastrophenschutz einzusetzen. Der Katastrophenschutz sei auch jetzt bei Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine zuständig und warte auf seinen Einsatz. «Ebenso muss der Beförderungsstau, der sich während der Pandemie ergeben hat, aufgelöst werden. Ausbildung, Weiterentwicklung und Einsatzfähigkeit müssen jetzt höchste Priorität haben.» (dpa)

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