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Der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil, wirft den Vereinten Nationen eine Verharmlosung der Folgen nuklearer Katastrophen vor.

Strahlenschutz-Experte: Schwere Vorwürfe gegen UNO

Frankfurt - Der Präsident der Gesellschaft für Strahlenschutz, Sebastian Pflugbeil, wirft den Vereinten Nationen eine Verharmlosung der Folgen nuklearer Katastrophen vor. Er spricht von "kriminellen" Vorgängen.

Die UNO hätte bereits nach Tschernobyl versucht, die Zahl der Opfer herunterzuspielen, sagt der Physiker der “Märkischen Oderzeitung“ (Montagausgabe). Die von der UNO sanktionierten Zahlen lägen im dreistelligen Bereich. Wenn man aber allein die Angaben über Rentenzahlungen nehme, sei die Zahl der bereits Gestorbenen sogar sechsstellig.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

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Die UNO-Ebene aber wolle das Thema abschließen. “Von dort kommt Druck, man solle doch die Gruppen der medizinisch überwachten Menschen zusammenstreichen. Das ist für mich kriminell.“

Darüber hinaus kritisiert der Physiker den allgemein mangelhaften Katastrophenschutz. So habe nicht nur in Japan ein wirksames Krisenkonzept für die Bewältigung eines Atomunfalls gefehlt, sagte Pflugbeil weiter. Übungen hätten auch in Deutschland gezeigt, das hier ein “erschreckendes Ausmaß der Ahnungslosigkeit“ vorherrsche.

dapd

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