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Die mexikanische Regierung um Präsident Enrique Pena Nieto will das Nafta-Abkommen überprüfen lassen. 

Nach Drohung des US-Präsidenten

Streit mit Trump: Mexiko lässt Nafta-Abkommen untersuchen

Mexiko-Stadt - Wegen des Konflikts mit US-Präsident Donald Trump stellt die mexikanische Regierung das Freihandelsabkommen Nafta mit den Vereinigten Staaten und Kanada auf den Prüfstand.

Wie die Regierung am Mittwoch mitteilte, will sie bis Ende April mit Unternehmern und anderen Akteuren den Vertrag einer Revision unterziehen, bevor es zu Verhandlungen mit den USA über eine Reform kommen könnte.

Das seit 1994 bestehende Abkommen hat den Handel zwischen beiden Ländern weitgehend von Zollschranken befreit. Trump hat mit einem Aus von Nafta gedroht und erwägt eine Importsteuer von 20 Prozent auf mexikanische Produkte, um die geplante Grenzmauer zu finanzieren.

Das Handelsvolumen zwischen den beiden Nachbarländern betrug zuletzt 532 Milliarden US-Dollar pro Jahr. 80 Prozent der mexikanischen Exporte gehen in die USA und fast 16 Prozent der US-Exporte werden nach Mexiko geliefert. Mexiko exportiert vor allem Agrarprodukte, Autos, Elektrogeräte, Maschinen und Rohölprodukte in die USA.

Die USA liefern Maschinen, Elektrogeräte, Autos und Fahrzeugteile. Sie beziehen derzeit mehr Waren aus Mexiko als sie dorthin liefern. Das Handelsdefizit der USA betrug hier zuletzt 58 Milliarden Dollar. Trump sieht darin eine Vernichtung von Arbeitsplätzen in den USA.

Vatikan äußert sich besorgt über Trumps Politik

Der Vatikan hat besorgt auf die jüngsten politischen Entscheidungen von US-Präsident Donald Trump reagiert. "Wir sind die Botschafter einer anderen Kultur, einer Kultur der Offenheit", sagte die Nummer drei des Kirchenstaats, Angelo Becciu, am Mittwoch im katholischen Fernsehsender TV2000. Auf die Frage, was er von Trumps Einreiseverboten und dem Plan zum Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko halte, sagte Becciu: "Natürlich gibt es Besorgnis."

Die Kirche verfolge einen anderen Ansatz als Trump: "Wir sind Erbauer von Brücken, nicht von Mauern, und alle Christen sollten diese Botschaft mit Leidenschaft bekräftigen", sagte der Kurienerzbischof. Becciu verwies auf Äußerungen von Papst Franziskus, wonach es nötig sei, "jene zu integrieren, die ankommen, die in unsere Gesellschaften kommen, in unsere Kultur".

dpa/AFP

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