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Das Verhältnis zwischen Parteichefin Kipping und Fraktionschefin Wagenknecht scheint seit geraumer Zeit unterkühlt zu sein. 

Konflikt schwillt schon seit Monaten

Streit mit Wagenknecht: Linke-Chefin Kipping ruft zu Versöhnung auf

Seit Monaten schon scheint die Debatte über die Flüchtlingspolitik die Linke zu spalten, das Verhältnis von Parteichefin Katja Kipping und Fraktionschefin Sahra Wagenknecht gestört. Nun gibt es versöhnliche Worte. 

Leipzig - Nach monatelangen internen Auseinandersetzungen hat Linke-Chefin Katja Kipping ihre Partei zu neuer Geschlossenheit aufgerufen. Der Streit werde oft als Konflikt zwischen ihr und Fraktionschefin Sahra Wagenknecht dargestellt, sagte Kipping am Samstag beim Bundesparteitag der Linken in Leipzig. Sie betonte aber: „Hier muss sich niemand für oder gegen eine Seite entscheiden. Denn wir sind alle Teil der Linken - und das ist gut so.“

Nach monatelangen Debatten über die Flüchtlingspolitik brauche die Partei nun eine inhaltliche Klärung, mahnte sie. Alle seien aufgerufen, diese Klärung danach zu akzeptieren. Ausdrücklich sprach Kipping den Ehemann von Wagenknecht, Ex-Parteichef Oskar Lafontaine, an. An seine Adresse sagte sie, nach dem Parteitag müsse Schluss damit sein, dass die Beschlusslage der Partei zur Flüchtlingspolitik ständig öffentlich in Frage gestellt werde.

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Kipping:  „Wir können über uns hinauswachsen“

Kipping rief dazu auf, nach dem Parteitag die Energie auf die gesellschaftliche Auseinandersetzung zu konzentrieren. „Wir können über uns hinauswachsen.“

Lafontaine und Wagenknecht hatten in den vergangenen Monaten beklagt, die Linke erreiche bestimmte Milieus nicht mehr. Sie warnten unter anderem vor offenen Grenzen für alle und einer unbegrenzten Migration in den deutschen Arbeitsmarkt. Die Parteispitze und ihr Umfeld warfen den beiden vor, sich damit von linken Forderungen zu verabschieden und rechten Positionen anzunähern. Eine solche Anschuldigung stieß wiederum innerhalb der Partei auf Kritik. Kipping sagte nun, es gebe in der Partei weder Rassisten noch Neoliberale.

dpa

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