Trassen-Debatte

Drohen Bayern höhere Strompreise?

München - Der Versorgungsengpass mit Strom könnte in Bayern so groß werden, dass deutlich höhere Strompreise drohen - sofern die beiden umstrittenen Stromtrassen nicht gebaut werden.

Das berichtet Spiegel-Online. Der deutsche Strommarkt steht möglicherweise vor eine Spaltung in Nord und Süd. "Spiegel-Online" verweist auf die Bundesnetzagentur, derzufolge die Engpässe im deutschen Stromnetz deutlich zugenommen haben. Zwei Stromtrassen nach Bayern lehnt Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ab - auch weil in Teilen der Bevölkerung dagegen Widerstand herrscht. Sollte Seehofer nicht einlenken, will das Bundeswirtschaftsministerium dem Bericht nach den Strommarkt splitten. Da heißt es weiter: "Laut Berechnungen des deutschen Netzbetreibers 50 Hertz könnten die Börsenstrompreise in Süddeutschland in der Folge um bis zu sechs Euro pro Megawattstunde steigen."

Offiziell lehnt des Ministerium eine Teilung des Strommarktes ab, schreibt Spiegel-Online. Jedoch: "Der Kipppunkt ist erreicht, wenn kein Wille mehr erkennbar ist, die Engpässe möglichst bald zu beseitigen." Das wäre dann der Fall, wenn Seehofer in der Stromtrassen-Frage nicht einlenkt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hält die Stromtrassen jedenfalls für unverzichtbar. Denn wegen der Energiewende muss immer mehr Strom aus dem dem windreichen Norden und Osten des Landes in den industriereichen Süden transportiert werden.

wes

Rubriklistenbild: © dpa

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